AUSSTELLUNG Mit viel Humor präsentieren Möni Quarch und Peter Amann ihre Werke.
Nein, Miss Marple und Kermit, der Frosch, sind sich nicht näher gekommen. Im Gegenteil. Kermit guckt noch bedrückter aus der Wäsche, von Miss Marple grimmig beäugt. Das „Dialog“-Bild von Möni Quarch ist das zweite mit diesen beiden Figuren. Und beide scheinen sich noch weniger zu sagen zu haben. „Das liegt an der alten Theorie des englischen Krimis“, interpretiert Peter Amann augenzwinkernd. „Dort dürfen keine Verrückten und keine Geister vorkommen - und keine Frösche, die sprechen können!“
Den beiden Solinger Künstlern merkt man den Humor in ihrer Kunst an. Amann: „Wenn man es nicht so ernst nimmt, klappt das auch mit der Kunst.“ Bierernst ist hier nicht seine Sache. So passen die beiden trotz ihrer unterschiedlichen Arbeiten bestens zusammen, ergänzen sich und setzen Gegenpole mit ihren Werken. Davon kann man sich bei der Gemeinschaftsausstellung von Möni Quarch und Peter Amann in der Galerie City-Art in Ohligs überzeugen. Neben ihren „Dialog“-Bilder zeigt Quarch hier die neue Serie „Jagdtrophäen“. Hier bekommen Prominente wie Jack Nicholson, Loriot oder Stan Laurel buchstäblich Hörner aufgesetzt und werden mit Eichenlaub geschmückt. Die deutsche Vorliebe für die „röhrenden Hirsche“ nimmt die Malerin hier aufs Korn.
Auf große Reise schickt Peter Amann die Phantasie etwa mit seinen phantastischen Schiffs-Skulpturen. „Ein Schiff beinhaltet Freiheit. Und jeder kann hier eine andere Geschichte sehen.“ So hat Amann auf einem Flohmarkt für ein Schiff einen Schlumpf „schanghait“ - dem die Seereise aber nicht zu bekommen scheint. Der Ärmste hängt reihernd über der Reling. Aber eine wird bestimmt nicht seekrank bei diesen Arbeiten: die Phantasie. crm Gemeinschaftsausstellung Möni Quarch und Peter Amann: Galerie City-Art; Keldersstraße 19. Eröffnung: 14. März, 13 Uhr. Zu sehen bis 25. April, sa. 12 bis 15 Uhr, mi. und do. 16 bis 18 Uhr.
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