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07.10.2011 11:36
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Merscheider Firma bewirbt sich um Ausbildungspreis

Am 18. Oktober wird in der Remscheider Klosterkirche der Bergische Ausbildungspreis 2011 verliehen. In der Kategorie Unternehmen bis 50 Beschäftigte hat sich unter anderem die Merscheider Firma W.S.T. beworben. Die Stärke des „Welding Specialists Teams“: Es gibt

AUSBILDUNGSPREIS

KATEGORIEN Der Preis wird für Firmen bis 50, bis 250 und über 250 Beschäftigte vergeben.

PREISTRÄGER 2010 Im letzten Jahr hatten sich fünf Solinger Firmen beworben. Robert Herder (Windmühlenmesser) und Kronprinz kamen auf erste Plätze. Die beiden Unternehmen stellen am 18. Oktober die Laudatoren für ihre Nachfolger.

Jugendlichen eine Chance, die auf dem Ausbildungsmarkt ganz schlechte Karten haben.

„Unser erster Azubi, den wir vor 15 Jahren eingestellt haben, ist heute sozusagen unser Vorarbeiter und ein richtig guter Mann“, sagt Eckardt Saueressig. Er leitet W.S.T. zusammen mit Adrian Warkocz. 2009 entschieden sich die beiden Geschäftsführer, noch mehr zu tun: Sie gingen eine Partnerschaft mit der Förderschule an der Kleestraße in Wuppertal ein.

Seitdem kommen zwei Lehrer einmal pro Woche mit drei bis fünf Schülern in den Stahlbau-Betrieb an der Mangenberger Straße. Die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 8 fertigen Metallbänke für die Schule an – ein Projekt, das W.S.T. im letzten Jahr einen zweiten Platz beim Unternehmenspreis NRW einbrachte (ST berichtete).

Ob er es beim Ausbildungspreis aufs Treppchen schafft, weiß Eckardt Saueressig nicht. Dass seine „Jungs“ Beachtung verdient haben, aber wohl. Überdurchschnittliche Ergebnisse bei den Prüfungen sind eines der Kriterien für den Ausbildungspreis. Saueressig hat die Frage mit ja beantwortet: „Dadurch, dass alle bestanden haben und durch die Doppelqualifikation als geprüfter Schweißer“.

Die Auszubildenden lernen den Beruf des Konstruktionsmechanikers (Stahl- und Metallbau). Sie erwerben außerdem den „Stapler“- und den Kranführerschein und lernen Englisch an der VHS. An der Berufsschule nehmen nicht alle teil. Saueressig: „Einen bilden wir ohne Berufsschule aus. Er fühlt sich in engen Räumen nicht wohl.“

Nach der Lehre sind die jungen Männer bei W.S.T. weiter hochwillkommen. „Wir haben sehr gut zu tun“, erläutert der 47-jährige Geschäftsführer. „Die Entwicklung von 2009 bis 2011 war unglaublich. Wenn ich alle Aufträge angenommen hätte, wären wir mit Arbeit für die nächsten fünf Jahre versorgt gewesen.“ W.S.T. ist hauptsächlich für die Industrie tätig, hat aber auch private Kunden.

Anbau als Schulungszentrum
für die Förderschüler

„Langsam wird es richtig eng“, betont Saueressig. Deshalb werde man 300 m² in Form von Modulen anbauen – als Bürofläche und als Schulungszentrum für die Förderschüler aus Wuppertal. Vielleicht qualifizieren sich einige von ihnen über das Projekt und folgende Praktika ebenfalls für eine Lehrstelle und gehören dann zu der „großen Familie“. Saueressig: „Das ist unser Erfolgsrezept. Hier kommt jeder gerne zur Arbeit.“ flm