WHCP Spezialist für Leuchtdioden aus Ohligs hat seit 2007 den Umsatz jedes Jahr verdoppelt.
Von Wolfgang P. Getta
Das Bayer-Kreuz gilt mit seinen 51 Metern Durchmesser als größte Leuchtreklame weltweit. Die 1760 40-Watt-Glühlampen wurden im Spätsommer 2009 durch Leuchtdioden ersetzt, die jeweils nur 2,5 Watt verbrauchen. Dass der Chemie-Konzern seitdem jede Menge Strom spart, verdankt er auch der whcp GmbH.
Die 2005 von Wolfgang Hartmann gegründete Firma – ihre Initialen und die Anfangsbuchstaben von consumer products bilden ihren Namen – ist seit 2008 unter anderem auf den Import hochwertiger Leuchtmittel in LED-Technik spezialisiert.
Die erste „Birne“ mit Licht emittierenden Dioden, die Hartmann 2007 von einem taiwanesischen Hersteller bezog, war – der Wärmeabfuhr wegen – mit Weißöl gefüllt. Für genau dieses Modell konnte Michael Bader, Chef des whcp-Vertriebspartners Ikoba in Ransbach-Baumbach, die Bayer-Chefs begeistern.
„Dass unsere energiesparenden LED-Lampen das Bayer-Kreuz leuchten lassen, bedeutete unseren Durchbruch“, betont der 53-Jährige. Auch das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ fährt mit LED-Beleuchtung. Inzwischen lässt whcp bei je einem Hersteller in Taiwan und Südkorea sowie zwei Lieferanten in China produzieren. Die Palette der von Hartmann vertriebenen LED-Lampen umfasst aktuell über 300 Modelle. Seit 2010 tragen sie den geschützten Markennamen „Diodor“.
Ihre Palette beginnt bei plättchenförmigen Modulen und beim Glühbirnen-Ersatz in unterschiedlichen Formen, Stärken und Lichtfarben. Das geht unter anderem weiter mit LED-Leuchtröhren, mit LED-Straßenleuchten und -Flutlichtstrahlern, mit Paneelen und Kompaktleuchten.
Erfolgreichstes Produkt sind universal einsetzbare 12-Volt-LED-Lichtleisten. Sie eignen sich für Arbeitsplätze und Maschinen ebenso wie für Schränke und Vitrinen, nicht zuletzt aber auch für den Ladenbau. Der größte Spezialist dafür in NRW wird von whcp beliefert.
LED-Leuchten sind auch unter Caravanern beliebt
In Kürze bringt der gebürtige Baden-Württemberger ein neues Produkt auf den Markt: Der kleine runde „Puck“, per Trafo oder auch Batterie betrieben, wird in Kleiderschränken und sicher auch Wohnmobilen für Licht sorgen: Die Caravan-Branche zählt längst zu Hartmanns wichtigsten Kunden.
„Weil herkömmliche Glühbirnen und auch Halogen-Lampen nach und nach vom Markt verschwinden müssen, gehört der umweltfreundlichen LED-Technik die Zukunft!“, ist sich der whcp-Chef sicher. Sein Umsatz hat sich seit 2007 jährlich verdoppelt. Was aber auch seinen Haken hat: „Je erfolgreicher Sie werden, desto problematischer wird – da die Produzenten in Fernost Vorkasse verlangen – die Finanzierung . . .“