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28.04.2010 09:56
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„Wir wollen am 1. Mai eine friedliche Demo haben“

„Wir möchten die Jugendlichen auffordern, sich an der Demo am 1. Mai zu beteiligen“, sagte Fabian Bologna, Vorstand des Jugendstadtrats (JSR). Denn der JSR ist Partner des Bündnisses „Bunt statt Braun“ und nimmt an dem Protestmarsch gegen die Partei Pro NRW teil (ST berichtete). „Um 10 Uhr sind alle Jugendlichen willkommen am großen Stein auf der Hauptstraße“, gibt Bologna die Uhrzeit vor und appelliert: „Wir wollen eine friedliche Demo!“

Auf der 8. Sitzung des 7. JSR wurde jedoch nicht nur über den 1. Mai diskutiert, sondern auch über das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Stadt. Thomas Koch von der Ressortkoordinierung stellte die jugendbezogenen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung vor. In einer hitzigen Diskussion einigte man sich schließlich einstimmig darauf, eine separate Sitzung zu diesem Thema abzuhalten. Ziel sei es, sich auf zwei Themen des HSK zu einigen und dann zu versuchen, diese durch Gegenargumente und -vorschläge zu verhindern.

Als Gäste begrüßte der Vorsitzende Nestor Matos Vallejo ebenfalls Barbara Rennbaum vom Stadtdienst Einwohnerwesen und Mike Häusgen, Abteilungsleiter des Ausländer- und Integrationsbüros. Beide baten den Jugendstadtrat um Unterstützung bei einer Kampagne. Das Thema: Einbürgerung. „Die Zahlen der Einbürgerungen sind rückläufig“, erläuterte Barbara Rennbaum, und Mike Häusgen ergänzte: „Wir möchten mit euch die Jugendlichen motivieren, den Schritt zu gehen.“

Das Wahlrecht, aber auch die Wehrpflicht sind Folgen einer Einbürgerung. Der Jugendstadtrat begrüßte die Kampagne und stellte eine Zusammenarbeit in Form eines Workshops und der Produktion eines Videos in Aussicht. Dieses soll motivieren und aufklären zugleich, denn manche Jugendlichen wissen nicht, dass sie ihren ausländischen Pass oft nicht abgeben müssen, um den deutschen zu erhalten. nk