STANDORT Stadt will vorerst keine neuen Zonen ausweisen.
Nach der neuerlichen Diskussion um das Windrad in Gräfrath hat Lutz Becker, gebürtiger Solinger und Professor für Unternehmensführung und internationales Management an der Karlshochschule (International University Karlsruhe), sich in einem Blog mit Windrädern beschäftigt. Dort fragt er sich unter anderem, warum das Windrad „am Rande eines der schönsten Erholungsgebiete NRWs“ stehen muss. Stattdessen schlägt er Autobahnen, Bahnstrecken und Schiffskanäle als Standorte vor. Und betont die Vorteile von Industriegebieten.
Solche Anlagen in Industrie- und Gewerbegebieten aufzustellen, sei allerdings problematisch, heißt es von der Stadt: „Theoretisch wären Windkraftanlagen in Gewerbegebieten möglich. Da die Errichtung einer Anlage aber mit Abstandsflächen verbunden ist, würde die Nutzbarkeit für andere Betriebe eingeschränkt. Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans wurde das Thema Windkraftanlagen in Gewerbegebieten 2001 in den politischen Gremien diskutiert und aus oben genanntem Grund verworfen.“
Zur Zeit sei nicht geplant, neue Konzentrationszonen für Windenergie auszuweisen. Man warte die Folgen der Windkraftforcierung durch die Landesregierung und den Atomausstieg des Bundes ab. Prinzipiell gebaut werden dürfen Windräder an den beiden Gräfrather Standorten „Auf der Geleichten“ und „Östlich Hofschaft Altenfeld“ sowie „Halfeshof, Umspannwerk“. bjb