PROJEKT Schüler lernen die Kraft des Wassers zu nutzen.
Wie bringt man moderne LEDs mit Wasserkraft zum Leuchten? Mit dieser Frage beschäftigen sich die nächsten zwei Wochen Schüllerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 aus Solingen und Remscheid. Projektstandort ist der Balkhauser Kotten. Dort wird das urtümliche Wasserrad optimiert, um mit der Kraft der Wupper die Innenbeleuchtung des Kottens erstrahlen zu lassen.
Schüler sollen für technische Berufe begeistert werden
„Wir wollen den Jugendlichen zeigen, dass man auch mit einem alten Wasserrad moderne Technik mit Strom versorgen kann“, erzählte Nicole Molinari, Vorsitzende des Kuratoriums Balkhauser Kotten, gestern bei der Auftaktveranstaltung des Projekts „Wie lässt Wasser LED´s leuten? – Faszination Wasserkraft“. Unterstützt werden die Schüler von Ulrich Glade. Der erfahrene Ingenieur freut sich auf die Zusammenarbeit: „Das Schöne an diesem Projekt ist, dass man Jugendliche für Technik begeistern kann.“
Jeden Tag zwischen 11 und 15 Uhr arbeiten die Jugendlichen an dem Projekt. In der gestrigen Auftaktveranstaltung wurden die Schüler kurz in das Thema eingeführt und bekamen eine Führung durch das Industrie- und Schleifmuseum im Balkhauser Kotten.
Organisiert wird das Projekt vom Bergischen Schul-Technikum (BeST), das das Ziel hat, Jugendliche für technische Berufe zu begeistern. Unterstützt wird es von der Bundesagentur für Arbeit, der Bergischen Universität Wuppertal, den Stadtwerken Solingen und dem Technischen Hilfswerk (THW).
In der 14-tägigen Projektphase sollen sich die zehn Teilnehmer handwerklich, technisch und auch theoretisch an der Umsetzung beteiligen. Gestern ging es erst einmal in den Untergraben. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Schaufeln befreiten die Teilnehmer das Wehr von Ästen, Laub und Schlamm.
„Das THW hat das Wasser für uns abgepumpt und einen Staudamm angelegt, jetzt werden Verschmutzungen beseitigt, denn je schneller das Wasser abfließen kann, desto höher ist die Leistung des Wasserrades“, erklärte Glade.
In der zweiten Woche wird die Mechanik verbessert, das Laufrad in Betrieb genommen und der Generator angeschlossen. Zum Abschluss sollen die Schüler auch in der Lage sein, die Leistung des Wasserrads zu berechnen. „Ich weiß, dass wir Strom erzeugen werden, aber die Durchführung ist auch für mich sehr spannend“, freute sich Ulrich Glade. acg