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11.02.2010 10:21
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Uni-Vorträge 2010: Themen und Termine

Von Stefan M. Kob

Gibt es bald Autos, die für den Fahrer sehen? Welche Wege führen aus der Wirtschaftskrise? Können wir den Klimawandel noch stoppen? Wird die NRW-Wahl das bundesdeutsche politische Gefüge verändern?

Spannende Fragen, auf die es für ST-Leser Antworten gibt: Hochaktuelle Themen stehen wieder auf dem Programm, wenn die beliebte Vortragsreihe, die das Solinger Tageblatt gemeinsam mit Experten der Bergischen Universität anbietet, in diesem Frühjahr in die 21. Neuauflage geht.

Den Anfang macht Atmosphärenphysiker Prof. Dr. Ralf Koppmann. Er ist derjenige, der die weltweite Klimadiskussion befeuert: mit Daten, die er und sein Team in den unterschiedlichen Schichten der Atmosphäre sammelt. Er wird über die teils abenteuerlichen Forschungen berichten, beispielsweise über das zur fliegenden Messstation umgebaute ehemalige russische Spionageflugzeug. Die Erklärung der grundlegenden Prozesse in unserer schützenden Lufthülle sei wichtig: Denn nur wer versteht, was da passiert, kann sich selbst ein Bild über den Grad der Bedrohung machen. (22. Februar)

Ist die Wirtschaftskrise jetzt vorbei? Für die junge Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Kerstin Schneider

DIE THEMEN UND TERMINE

22. FEBRUAR

Prof. Dr. Ralf Koppmann: „Forschung mit Flugzeug, Zeppelin und Satelliten. Was wird aus der Atmosphäre unserer Erde?“

22. MÄRZ

Prof. Dr. Kerstin Schneider: „Was kommt nach der Abwrackprämie? Steuerpolitik in der Wirtschaftskrise.“

19. APRIL

Prof. Dr. Hans J. Lietzmann: „Perspektiven für NRW. Bürger und Politik vor der Landtagswahl.“

17. MAI

Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert: „Mein Auto sieht für mich: Active-Safety-Car – Fahrerassistenz- und Informationssysteme der Zukunft.“

UHRZEIT UND ORT

Die Vorträge beginnen immer jeweils montags, 19 Uhr, im Gründer- und Technologiezentrum, Grünewalder Straße 29-31. Der Eintritt ist frei.

beginnt genau jetzt die zweite Phase: Nach dem beherzten Eingriff des Staates, um die weltweite Abwärtsspirale zu stoppen, muss der Staat jetzt sehen, wie er Geld in die Kassen bekommt, um den gewaltigen Schuldenberg abzubauen. Leichter gesagt als getan, denn die Wege wirken wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Sozialkürzungen, Steuererhöhungen oder Subventionsabbau: Welche der Maßnahmen würgen die leichte Erholung nicht gleich wieder ab? Am 22. März gibt es darauf Antworten.

Am 9. Mai ist Landtagswahl: Wer sich zuvor noch einmal Gedanken macht, was der Wähler mit dem Kreuzchen an der einen oder anderen Stelle möglicherweise auslöst, sollte sich am 19. April von Prof. Dr. Hans J. Lietzmann informieren lassen. Der Politikwissenschaftler wird zwar das Wahlergebnis nicht vorhersagen. Aber er wird die besonderen Folgen der einen oder anderen denkbaren Konstellation messerscharf analysieren. Denn die NRW-Wahl ist ein Seismograph für politische Entwicklungen in der gesamten Republik. Schließlich wird die Regierung des größten Bundeslands gewählt: Zieht man von NRW die Bevölkerung Bayerns ab, bleiben so viele Einwohner wie in Norwegen.

Wenn an der Bergischen Universität für die Sicherheit von Automobilen geforscht wird, dann findet das nicht in Hinterzimmern des Elfenbeinturms statt. Sondern mit Unterstützung von bedeutenden Unternehmen wie dem Zulieferer delphi oder Volkswagen - was allein schon die enorme ökonomische Bedeutung des EU-geförderten Projekts von Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert unterstreicht. Der Ingenieurwissenschaftler stellt die Zukunft der so genannten Fahrerassistenzsysteme vor. Der Experte geht beispielsweise davon aus, dass in Kürze selbst Mittelklassewagen mit immer billiger werdenden Kameras als Sensoren ausgestattet sind. Und dass sich Autos künftig miteinander „unterhalten“ und wichtige Verkehrsinformationen austauschen. (17. Mai)

Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch unterstrich beim traditionellen Vorbereitungsabend der Referenten die Bedeutung der Vortragsreihe für die Uni. Er dankte den Verlegern Bernhard Boll (ST) und Dr. Wolfgang Pütz (Remscheider General-Anzeiger) dafür, dass die beiden Zeitungen den Menschen die Möglichkeit böten, „Bildung und Forschung erfahrbar und erlebbar zu machen.“ Dies helfe, die Uni „in die breite Bevölkerung zu tragen“.