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25.11.2009 17:43
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Über 12 000 Tulpen-Zwiebeln

Für den Vorstand der Stiftung Botanischer Garten ist der Winter geistig schon vorbei: Die Mitglieder sehen bereits ein Blütenmeer von Tulpen in leuchtenden Farben. Erstmals wurden über 12 000 Tulpenzwiebeln in die Beete entlang der Pergola gesetzt, dicht an dicht. Landschaftsgärtner Joachim Steen, der die Stiftung unterstützt, verspricht im Frühjahr ein Bild wie im niederländischen Keukenhof - nur alles ein bisschen kleiner.

„Das ist ein Pfund mit dem Solingen wuchern kann.“

Wili Schulenberg Vorsitzender

Und darum geht es den Stiftungsmitgliedern: den Garten aufzuwerten, architektonisch aber auch als Ort mit hoher Aufenthaltsqualität und einem schönen Programm für die Solinger. „Und wenn der Garten erst unter Denkmalschutz gestellt wird, kommt eine touristische Komponente dazu“, sagt Vorsitzender Wili Schulenberg. „Es gibt sehr viele Gartenliebhaber, die von Kleinod zu Kleinod reisen.“ Und durch die Korkenziehertrasse würden drei Ziele verbunden - der Südpark, der Botanische Garten und der historische Stadtteil Gräfrath. „Das ist ein Pfund mit dem Solingen wuchern kann.“

Der Denkmalschutz sei für die Aktiven nicht Ziel, sondern Motivation mit dem Engagement ungebremst weiterzumachen. Wenn die Tulpen verblüht sind, werden für Spätsommer und Herbst wieder die Dahlien gesetzt, die derzeit im Gewächshaus überwintern. „Wir mussten uns etwas einfallen lassen, als Flora Frey die Beete nicht mehr als Testflächen genutzt hat.“ Die Alternative zum Selbersetzen und für viel Geld die Pflanzen anzuschaffen, wäre gewesen, dass Rasen gesät worden wäre. „Die Stadt kann das nicht mehr leisten“, sagt Wili Schulenberg.

Seit 2003 kümmert sich die Stiftung um den Garten. Nutzwert für die Stadt: jährlich fast 80 000 Euro. Angefangen hat sie mit 25 Mitgliedern, heute sind es über 400. Und 100 davon sind aktiv bei der Pflege des Gartens bis zur Betreuung des Kiosks. „Eine unserer Ehrenamtlichen hat zum Adventsbasar in diesem Jahr den 90. Kuchen gebacken.“

Im kommenden Jahr soll ein „Maria-Pfad“ angelegt werden. „Es gibt viele Pflanzen, die in Zusammenhang mit der Maria-Symbolik stehen“, erklärt Vorstandsmitglied Matthias Nitsche. „Im Bestand haben wir viele davon, weitere werden gepflanzt.“ Das Schöne: Die Besucher werden quer durch den Garten geführt.  Auch Konzerte wird es wieder im Sommer geben. „Um das zu ermöglichen, suchen wir Sponsoren“, betont Wili Schulenberg, der froh ist, mit dem Botanischen Garten Vorreiter zu sein in Sachen Ehrenamt für städtische Grünflächen. „Ich bin mir sicher, dass wir ihn dadurch gerettet haben“, sagt er. „Denn Teile des Geländes waren schon zum Verkauf vorgesehen.“ Kontakt zur Stiftung: 2 59 21 33 kc

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