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29.10.2011 11:14
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„Trauer muss ihren Platz finden“

„Die Zeit heilt Wunden“ bekommen Trauernde gerne gesagt. Der Satz soll Trost bringen, hat aber häufig die Wirkung, dass der Trauernde seine Gefühle vor anderen versteckt oder sie gar vor sich selbst verdrängt. Denn wer bestimmt, wann die Zeit der Trauer vorbei ist?

„Es gibt Menschen, die haben den Verlust eines Partners auch nach fünf Jahren noch nicht verarbeitet“, sagt Silke Stahl-Sackmann. Die Trauerbegleiterin bietet im „Haus des Abschieds“ des Bestatters Martin Linden ein regelmäßiges Trauercafé in Ohligs, Schwanenstraße 44, an. „Mir ist es ganz wichtig, dass jeder Mensch mit den Gefühlen angenommen wird, die er gerade hat“, sagt die Heilpraktikerin für Psychotherapie. „Dazu gehören Schmerz, Trauer, Verlassenheitsgefühle, aber auch Wut, Sehnsucht und tiefe Liebe.“ Diese müssten im Leben ihren Platz finden. „Im Trauercafé spüren die Betroffenen, dass sie nicht alleine sind, dass andere Menschen in einer ähnlichen Situation sind und ihre Gefühle verstehen können.“

Der Bestatter Martin Linden und seine Frau Petra haben einen ganzheitlichen Ansatz. „Wir wollen den Menschen auch nach der Bestattung ihres Angehörigen zur Seite stehen, wenn es gewünscht wird“, betont Martin Linden, der seit Jahren auch als Trauerredner bei Beerdigungen wirkt. „Neben dem Trauercafé haben wir jetzt auch ein kleines Veranstaltungsprogramm für Witwen und Witwer entwickelt“, sagt Petra Linden. Am 19. November findet um 15 Uhr im Haus des Abschieds ein Gedenkgottesdienst statt. Am 26. November gibt es einen unterhaltsamen Nachmittag „Solingen op Platt“ und am 8. Dezember geht es zum Weihnachtsmarkt nach Valkenburg. kc


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