ALTERNATIVE CDU gescheitert. Stillgelegter Komplex kostet noch 160 000 Euro.
Die CDU will das Birker Bad ausbauen und dafür Vogelsang schließen. Doch diese Alternative ist politisch ausgebremst worden (siehe links). Das ärgert CDU-Fraktionschef Bernd Krebs und Sportsprecher Frank Schütz: „Zumindest eine Untersuchung hätte der Vorschlag verdient“, sagen sie und werten den Stil der Mehrheit als Machtgehabe. „Und das werden wir nicht vergessen.“
Die CDU-Idee: Rund 12 Millionen Euro sind nötig, um das Birker Bad zu sanieren (6,7 Mio. Euro) und zu einem Familienbad mit Sauna/Reha/Wellness (5,4 Mio. Euro) auszubauen. 3,3 Millionen Euro schießt das Land für das denkmalgeschützte Objekt zu – am Vogelsang nicht verwendbar –, wodurch die Investitionssumme auf 8,7 Millionen Euro sinkt. Als Finanzier kommt die Stadt oder ein Investor infrage. Den nötigen Spielraum soll dem Rathaus die Vogelsang-Schließung verschaffen, weil dadurch jährliche Betriebskosten von einer Million Euro wegfallen – laut CDU ein Betrag, der Zinsen und Tilgung für einen Großkredit sowie einen Betriebskostenzuschuss abdecken könnte.
„Ich finde es falsch, diese Option jetzt schon auszuschließen“, sagt Ernst Schneider (CDU), Chef der Beteiligungsgesellschaft. Nun sei aber die Richtung klar vorgegeben. Bisher belastet das bereits stillgelegte Birker Bad die Stadt noch mit 160 000 Euro Kosten im Jahr (siehe Kasten). Nach Schließung sollen es nicht mehr als 40 000 Euro sein. kra