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03.02.2010 09:35
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Stadt wehrt sich: „Kein Rachefeldzug“

Bei der Vorstellung des neuen Wellness-Trakts im Hotel Gräfrather Hof teilte Gesellschafter Siegfried Lapawa kräftig aus (ST berichtete) - weshalb die Stadtverwaltung jetzt ebenso deutlich antwortet. „Mit Entschiedenheit“ weist sie Vorwürfe eines „enormen Rachefeldzugs“ von sich. Ebenso heftig wird die Aussage Lapawas bestritten, die Stadt habe ihm Entgegenkommen signalisiert, falls er sich in Sachen Gräfrather Bahnhof bewege. Den will Lapawa aber abreißen lassen, kämpft dafür vor Gericht.

„Wir sind Herrn Lapawa immer wieder im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten entgegengekommen, unter anderem beim Ausbau seines ‘Gräfrather Klosterbräus’“, sagt Baudezernent Hartmut Hoferichter. Beim Ausbau des Hotels habe der Investor sich aber nicht an die eigenen Anträge gehalten. Weil Lapawa „eine Glastür an einer anderen als der beantragten Stelle, in anderen als den beantragten Proportionen und mit einem Kunststoff-Rahmen“ einbauen ließ, bekam er eine Ordnungsverfügung. Dazu gab es eine Anhörung.

Es geht um einen Durchgang zum Hof („Löüf“), wo jetzt die „Ablesbarkeit der historischen Gebäudeabgrenzung“ nicht mehr gegeben sei. „Wenn wir das einfach hinnähmen, könnten alle anderen Anlieger das als Einladung verstehen, demnächst auch so zu handeln“, kommentiert Jens Foitzik, der Leiter der Unteren Denkmalbehörde. Es gehe gerade um den „Sinn der Gleichbehandlung“.

„Kein Kompensationsgeschäft mit dem Gräfrather Bahnhof“

Er und der Baudezernent weisen „energisch“ den Vorwurf zurück, man habe Lapawa einen Kuhhandel vorgeschlagen. Der Satz „Bewegen Sie sich am Gräfrather Bahnhof, dann lassen wir über alles mit uns sprechen“ sei nie gefallen. Foitzik: „Ich habe lediglich am Rande der Gerichtsverhandlung gegenüber dem Architekten von Herrn Lapawa angemerkt, dass das Areal durch die derzeitige Bebauungsplan-Aufstellung in diesem Bereich sicherlich eine Aufwertung erfahre.“ flm