FUHR Firmen und Privatleute sagen nach ST-Bericht Geldbeträge zu. Wann das Waggon-Cafe jetzt an den Start gehen kann, hängt von den Baumaßnahmen ab.
„Das darf nicht wahr sein“, ärgert sich Manfred Möller über die jüngste Hürde, die das Waggon-Cafe der Fuhrgemeinschaft nehmen muss. Dem Cafe, das eigentlich bereits eröffnen wollte, waren neue Metalltreppen in die alten Eisenbahnwaggons zur Auflage gemacht worden (ST berichtete). Kosten: Über 5500 Euro. Möller, selbst lange Polizist, weiß, wie wichtig es ist, gerade perspektivlose Jugendliche immer wieder zu motivieren. Deshalb unterstützen er und seine Frau Christel Möller-Krebs das Projekt jetzt mit 1000 Euro.
Gegen Mittag rief Stephan Find von der Ohligser Concept-Optic GmbH an. „Meine Frau Ewa und ich wollen, dass die Trasse noch attraktiver wird, wir sagen mit unserer Firma spontan 5000 Euro zu“, sagt er.
Tanja Isphording, Leiterin der Fuhrgemeinschaft und für das Cafe zuständig, fiel am Morgen aus allen Wolken. Dass es jetzt sogar mehr Euro geworden sind, als für den Treppenbau benötigt werden, freut die Pädagogin umso mehr. „So können wir erste Personal- und Einkaufskosten decken“, sagt sie. Nach dem Bericht im Solinger Tageblatt war es die Creditreform, die am Morgen als erster Spender 5000 Euro zusagte. „Wir haben damals die Brücken mit 60 000 Euro mitfinanziert, da sollte die Attraktivierung der Trasse nicht an den Treppen scheitern“, sagt Ole Kirschner. Für den Prokuristen macht das Konzept des Waggon-Cafés Sinn. „Es fehlen gastronomische Betriebe auf der Trasse, wenn die vorhandenen dann noch das soziale Leben in einem Bezirk wie der Fuhr bunter machen, ist das unbedingt zu fördern“, meint er.
Wann das Waggon-Cafe jetzt an den Start gehen kann, hängt von den Baumaßnahmen ab. Ein Probebetrieb im Herbst war jedenfalls erfolgreich. Aktuell werden noch Mitarbeiter gesucht. up