ARBEITSGEMEINSCHAFT CHRISTLICHER KIRCHEN In allen evangelischen und katholischen Gemeinden liegt eine Erklärung zur Unterschrift aus.
„Dem Oberbürgermeister als erstem Bürger der Stadt wollen wir in dieser Sache den Rücken stärken“, sagt Pfarrer Axel Stein, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), in der die evangelischen, katholischen, griechisch-orthodoxen sowie freien evangelischen Gemeinden zusammengeschlossen sind. In einer Erklärung, die von Stein, Superintendent Klaus Riesenbeck und Stadtdechant Heinz-Manfred Jansen unterzeichnet ist, wendet man sich gegen die Kundgebung unter dem Titel „NRW ohne Minarette“ der rechtspopulistischen Gruppierung „Pro NRW“ am 1. Mai in Solingen. Die Erklärung liegt in allen Gemeinden und Gemeindeeinrichtungen wie Kindergärten zur Unterschrift aus. Die Signaturen sollen bis zum 26. April gesammelt und dann dem Oberbürgermeister übergeben werden. „Wir sind stolz, Demokraten zu sein“, sagt Pfarrer Stein. „Und Demokrat sein heißt auch, den Mund aufzumachen.“ Hier gehe es um ein Mit- und nicht ein Gegeneinander in Stadt und Land.
„Für Vielfalt, Respekt und Menschenwürde“ ist die Erklärung der ACK, die am 25. März verabschiedet wurde, überschrieben. „Pro NRW“ baue seine Wahlkämpfe auf rassistischer und fremdenfeindlicher Propaganda auf und versuche mit Angstkampagnen gegen andere Menschen Wählerstimmen zu gewinnen, heißt es in der Erklärung. „Mit dieser Strategie stellt diese Gruppierung sich nicht nur in Widerspruch zu unserem Grundgesetz und den Prinzipien der Demokratie und Menschenwürde, sondern auch zu unseren biblischen Grundüberzeugungen.“ Rassismus und Fremdenfeindlichkeit seien nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar. „Die Vereinnahmung der Christen durch ,Pro NRW‘, die u. a. in dem Slogan ,Abendland in Christenhand‘ zum Ausdruck kommt, weisen wir entschieden zurück.“ Die ACK betont die Menschenrechte, zu der auch die Religionsfreiheit gehöre. crm