Snippets
Snippets
07.06.2012 08:47
Drucken Vorlesen Senden
So sieht das Einkaufszentrum aus

Von Hans-Peter Meurer

An den Wänden des weitläufigen Büros in der dritten Etage des Hauses Neumarkt 3 hängen bereits großformatige Fotos von Projekt-Animationen, davor steht ein geschreinertes Modell des zukünftigen Shopping-Centers. Und von den Fenstern des Büros kann man direkt über den Neumarkt hinweg auf die Großbaustelle blicken. Hier haben Thomas Binder, Geschäftsführer von Sonae Sierra Deutschland, und Jan Eijkemans, Direktor International von MAB Development, ein Beratungs- und Verkaufsbüro eingerichtet.

„Auch von hier aus werden wir jetzt den zweiten Schritt, die zweite Welle, angehen, nachdem mit Saturn, Edeka und Deichmann und dm die ersten Ankermieter feststehen: Wir gehen jetzt daran, das mittlere Flächensegment zu vermarkten“, kündigt Eijkemans an.

Binder und der Niederländer bilden das Team, das neues Leben in die Solinger Innenstadt bringen will. Thomas Binder: „Das Shopping-Center wird nicht nur ein architektonisch hochmoderner und ansprechender Bau, sondern auch ein neuer Einkaufsmagnet für Solingen und die 270 000 Einwohner im Einzugsgebiet – es wird die Hauptattraktion, da sind wir uns ganz sicher.“

DAS KOMMT NICHT FITNESSBEREICH Kein Thema mehr ist ein ursprünglich angedachtes Fitness- und Wellness-Zentrum. „Dafür nutzen wir die Flächen für kleinere Einzelhandelsläden“, sagt Jan Eijkemans.
C&A Kein Thema mehr ist auch ein möglicher Umzug von C & A in das Center. Das Unternehmen hat den Investoren abgesagt.

„Das Einkaufszentrum wird ein wichtiger Frequenzbringer für die Innenstadt sein“

Thomas Binder Sonae Sierra

Zukünftig müssten die Solinger nicht mehr in die Großstädte der Rheinschiene ausweichen, um ihre Sachen einzukaufen, was in den vergangenen Jahren immer mehr der Fall gewesen sei, wie umfangreiche Expertisen belegt hätten, sagt Binder. „Wir werden diese Kunden nach Solingen in die City zurückholen – eben mit einem breit gefächerten Mietermix und attraktiven Läden“, sagt der Düsseldorfer. Und davon würden letztlich alle Einzelhändler in der Innenstadt profitieren.

Ankermieter: Die letzten Innen-Planungen sind abgeschlossen. Edeka werde seinen Lebenmittelmarkt auf 3550 Quadratmetern im Basement bekommen, also im Untergeschoss des neuen Gebäudes. Saturn als zweiter großer Ankermieter zieht auf 4600 Quadratmetern in die erste und zweite Etage ein – die Verkaufsflächen werden durch eine Rolltreppe verbunden.
„Wir stehen zudem in intensiven Verhandlungen mit weiteren Ankermietern aus der Bekleidungsbranche des gehobenen Genres“, sagt Binder. Zwei potenzielle Interessenten gebe es inzwischen.

Marken-Filialen und lokale Einzelhändler: Um die Ankermieter herum würden im Basement, im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage die Läden aus einem Mix internationaler und nationaler Marken von Filialisten sowie lokaler Einzelhändler angesiedelt. Dabei werde grundsätzlich das Prinzip einer Umlauf-Möglichkeit angewandt: Center-Besucher können quasi in einem Rundgang alle Läden auf einem Weg aufsuchen. Ein „totes Ende“ wird es nicht geben. Die einzelnen Etagen werden durch Rolltreppen verbunden. Neben Saturn wird im 2. Geschoss nur das Center-Management angesiedelt.
Frühere Karstadt-Passage: Die ehemalige Karstadtpassage im Basement ist entkernt worden. Hier werden die Ladenflächen neu gestaltet, so dass ein fast kreisförmiger Umlauf der Kunden an den Läden vorbei möglich ist. Einen Ausgang wird es Richtung Stadt-Sparkasse nicht mehr geben, nur einen Notausgang. Der Zugang erfolgt über die ebenerdigen Haupteingänge an der Bergstraße und Kölner Straße, über die Tiefgarage oder über eine Rolltreppe am Neumarkt.

Gastronomie: Das gastronomische Angebot im „Food Court“ wird breit gefächert sein. Er wird im Erdgeschoss angesiedelt und erinnert vom Aufbau her an die Piazza des Centro in Oberhausen. Thomas Binder: „Es wird eine offene Gastronomiefläche mit 450 vom Center-Management betreuten Sitzplätzen geben.“ Drumherum würden rund ein Dutzend Anbieter mit Speisen asiatischer, amerikanischer und europäischer Spezialitäten sowie der Wellness-Küche angesiedelt. Ebenfalls im Erdgeschoss werde ein geschlossenes Restaurant sowie ein Eiscafé mit Fensterfront zum Neumarkt hin eingerichtet – auch mit Außengastronomie.

Carl Mertens beantragt Insolvenzverfahren
Sanierung der "Rüttelpiste" dauert noch
Klangvolle Kaffeetafel
DOC-Investor geht in die Offensive
Kölner Straße: Bauarbeiten beginnen