Lange bevor zum tödlichen Unfall in Wald die Gutachten geschrieben werden, wollen wir einige Tatsachen in Erinnerung rufen. Es ist die zweite Seniorin, die innerhalb von wenigen Wochen völlig unbeteiligt auf dem Gehweg stirbt. Ist es übermütiges, nicht angepasstes Fahrverhalten, womöglich Raserei? Michael Bartsch von der Polizei kennt die Unfallzahlen im Städtedreieck und weiß, dass gut die Hälfte aller Delikte 18- bis 24-jährigen Fahrern zuzuschreiben sind. Wer jung den Lappen gemacht hat, kann ein Auto von A nach B bewegen, ein Routinier ist er noch lange nicht. Gerade deshalb täten Eltern gut daran, ihren Sprösslingen ein halbes Jahr später ein Sicherheitstraining zu spendieren. Da lernt man, was für eine Waffe man unter dem Gaspedal hat. Nur Raserei ist bei alledem niemals zu entschuldigen. Wie am 7. Februar 2010 in Merscheid. Der Täter 18 Jahre jung, das Opfer 62 Jahre alt. Getötet bei hohem Tempo im Gegenverkehr – unbeteiligt. » S. 15