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13.11.2010 10:00
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Schwerpunkt ist die Architektur

„Down the Walls” heißt die Ausstellung, die Lucie Skrivánková aus ihrer Heimat Prag mitgebracht hat. Rund 50 Bilder, davon vier im Großformat, werden ab sofort bis zum 12. Dezember in der Galerie ArtEck am Gräfrather Marktplatz zu sehen sein. Es ist ihre erste Einzelausstellung in Deutschland, worüber sich Organisator Dirk Balke, freischaffender Künstler, besonders freut. „Ansonsten ist Lucie Skrivánková in Europa sehr bekannt.“

Denn obwohl sie erst 27 Jahre alt ist und vor anderthalb Jahren ihr Studium beendete, hat sie doch schon in vielen Ländern Europas ausgestellt, so in Lissabon, Stockholm, Brüssel und in der Slowakei. Die Bilder für die Ausstellung im ArtEck sind ausnahmslos jüngeren Datums und speziell für diese Ausstellung konzipiert. „Mein Schwerpunkt der letzten Jahre ist das Thema Architektur“, sagt die zierliche Frau mit dem rotblonden Wuschelkopf in hervorragendem Deutsch. „Denn ich liebe das Reisen, die Städte, die verschiedenen Perspektiven, die sie bieten. Sie geben meinen Bildern Energie.“

Während die Architektur von ihrer Art her etwas Statisches sei, bringe die wechselnde Perspektive Dynamik hinein. Um diese einzufangen, nähert sich Skrivánková ihrem Objekt auf verschlungenem Weg: „Zunächst fotografiere ich die Gebäude, zerreiße dann die Fotos und setze sie neu zusammen, um sie anschließend mit Acryl zu übermalen.“ Ihre Lieblingsfarbe dabei ist Grau, „weil es dem Stein so ähnelt“, ansonsten finden sich besonders die Farben Weiß, Hellblau und Pink, manchmal auch Braun.

Dreidimensionale Landkarten verunsichern die Betrachter

„Auf den ersten Blick wirken ihre Bilder wie abstrakte Kompositionen“, sagt Dirk Balke. „Beim weiteren Hinsehen entschlüsseln sich flächige Farbfelder als herabstürzende Wände, wie ,dreidimensionale Landkarten’ aus der Vogelperspektive, Landkarten, die den Betrachter in der Verunsicherung über den eigenen Standort zurücklassen und auch - in der Angst zu stürzen.“ sf

Galerie ArtEck, Küllenberg 1, bis 12. Dezember, so., 11 bis 14 Uhr.