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02.02.2012 10:38
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Salafisten-Gemeinde breitet sich aus

„Wir beobachten die salafistischen Bestrebungen im Land seit längerem sehr intensiv und sorgfältig“, betont NRW- Verfassungsschutz-Chefin Mathilde Koller. „Die Szene in Solingen haben wir dabei besonders im Visier.“ Ganz gezielte Aufmerksamkeit gelte dabei aktuell den jihadistischen Propaganda-Aktivitäten, die von einem radikalen österreichischen Salafisten ausgehen, der nach Solingen gezogen ist.

Wie das ST berichtete, ist das ehemalige Deutsch-Islamische Zentrum in Millatu-Ibrahim-Moschee umbenannt worden. Als Imam ist Mohamed M. dort aktiv, auch bekannt als Abu Usama al-Gharib, der in Österreich wegen Werbung für Al-Kaida und der Verbreitung von Terrordrohungen vier Jahre im Gefängnis saß und erst im September entlassen wurde.

Stadt hat keinen Kontakt zu der Salafisten-Gemeinde

„Die Sicherheitsbehörden haben einen scharfen Blick auf die Aktivitäten in dieser Moschee, und die sind auch zuständig“, betont Lutz Peters, Pressesprecher der Stadt Solingen. „Die städtische Integrationsbeauftragte Anne Wehkamp hat wie die vielen anderen Moschee-Vereine, mit denen die Stadt eng zusammenarbeitet, keinen Kontakt zu dieser radikalen Minderheit unter den Muslimen.“

Diese Minderheit verbreitet allerdings inzwischen großes Unbehagen, gerade auch unter den Mitgliedern in den Moschee-Vereinen. Ein Sprecher will in diesem Zusammenhang seinen Namen nicht nennen, er betont: „Die meinen, den wahren Glauben zu besitzen. Und verhalten sich uns entsprechend gegenüber.“ Vorfälle von Agitationen gebe es aus allen Stadtteilen zu berichten.

Dass seit Anfang des Jahres verstärkte Aktivitäten in der Millatu-Ibrahim-Moschee stattfinden, berichtet auch Tim Kurzbach, der Leiter des Nordstadtbüros an der Kuller Straße. „Auffallend viele junge Leute gehen da ein und aus“, sagt er. „Das ist gefährlich. Ich bin der Meinung, dass wir das sehr ernst nehmen müssen. Wir können nicht warten, bis die Sicherheitsbehörden erst dann eingreifen, wenn Straftatbestände vorliegen.“

Die Gefährlichkeit dieser Gruppierung bestätigt auch die NRW-Verfassungsschutz-Chefin: „Mit ihrer Ideologie erreichen sie junge, labile Muslime in schwierigen Lebenssituationen, aber auch labile Nicht-Muslime.“ kc

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