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11.03.2010 09:51
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STADTGEFLÜSTER

STADTGEFLÜSTER

Mut und Humor zahlen sich aus. Der Solinger Autor Matthias Gerschwitz hat in seinem im Oktober vergangenen Jahres erschienenen Buch „Endlich mal was Positives“ sein Leben mit HIV thematisiert. Das Kuratorium für Immunschwäche in München zeichnete Gerschwitz dafür nun mit dem Annemarie-Madison-Preis 2010 aus. Die Anfang dieses Jahres im Alter von 89 Jahren verstorbene Namensgeberin des Preises setzte sich seit 1985 für einen menschenwürdigen Umgang mit HIV-Positiven und Aids-Erkrankten ein. Gerschwitz: „Der bewegendste Moment für mich war nach der Preisverleihung, als der extra aus San Francisco angereiste Sohn der Namensgeberin, Michael Madison, mir erzählte, seine Mutter habe mein Buch noch lesen können und sei von meiner Offenheit sehr beeindruckt gewesen.“

Gerd Schumacher ist ein misstrauischer Bursche. Der FDP-Mann, der als letzter Burger Bürgermeister in die Annalen einging, vermutet nicht nur hinter jeder Hausecke Ränkespiele gegen seinen geliebten Stadtteil, den er am liebsten für immer als eigenständige Gemeinde erhalten hätte. Das liberale Urgestein zweifelt auch an der Mitgliederkartei der FDP. Für stolze 50 Jahre Treue wurde Schumacher beim Parteitag am Montag geehrt. Aber nur, weil die erste Pressenotiz, die aufzutreiben war, aus dem Jahr 1960 stammt. Das beweist für ihn jedoch gar nichts. „Wahrscheinlich bin ich schon ein paar Jahre länger dabei“, meinte der Jubilar. „Aber ich fürchte, das Archivmaterial ist die Wupper runter geflossen.“

Ernst-Wilhelm Niegeloh verzichtete beim Gespräch mit OB Norbert Feith und den Wirtschaftsförderern Bernd Clemens und Frank Balkenhol auf eine Tasse Kaffee. „Ich bin Teetrinker, Kaffee ist mir zu bitter. Wenn ich südlich der Alpen bin, mache ich da allerdings eine Ausnahme, das gehört dort einfach zum Leben dazu.“