Mitarbeiter eines bekannten Abschleppunternehmens aus Wuppertal, das auch Niederlassungen in Solingen und Remscheid hat, sollen über Jahre überhöhte Gebühren kassiert haben. Laut Staatsanwaltschaft haben Mitarbeiter aus Disposition und Buchhaltung sowie ein Subunternehmer zwischen 2003 und 2005 in mindestens 75 Fällen den Fahrzeugabholern zu hohe Rechnungen ausgestellt. Die Beträge sollen zwischen 2,50 und 193 Euro gelegen haben. Die Firma hatte einen Vertrag mit der Polizei für das Abschleppen und Sicherstellen von Autos in Wuppertal, in dem Gebührensätze für die jeweilige Leistung festgelegt wurden. Der Vertrag besteht nicht mehr.
Wegen gewerbsmäßigen Betruges mussten sich gestern zwei Männer und zwei Frauen aus Wuppertal und Ennepetal vor dem Amtsgericht in der Nachbarstadt verantworten. Nach eingehender Beratung zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht stand am Nachmittag fest: Das Verfahren wird wegen geringer Schuld und gegen Zahlung von Geldbußen zwischen 750 und 2500 Euro eingestellt. Die Stadt Wuppertal beobachtete den Prozess, weil sie ebenfalls einen Vertrag mit dem Abschleppdienst hat. Ob der in Zukunft bestehen bleibt, darüber ist noch nicht entschieden. Bis auf eine der Frauen sollen die Angeklagten nach Informationen der Verteidiger noch immer für das Unternehmen arbeiten.