Protest-Bündnis sagt Rechtspopulisten den Kampf an
BUNT STATT BRAUN Demo von Pro NRW am 1. Mai in Solingen soll verhindert werden.
„Furchterregend!“ Es schüttelt Jürgen Beu beim Gedanken an Pro NRW. Erst recht, wenn er sich vorstellt, dass die rechtslastige Bewegung ausgerechnet in Solingen am 1. Mai eine Demonstration organisieren will. „Das wollen wir verhindern“, sagt Beu für das Gegen-Bündnis „Bunt statt Braun“. Gelinge es nicht, eine Absage zu erzwingen - die Grünen versuchen dies sogar per Ratsantrag - soll der Auftritt von Pro NRW massiv gestört werden. Es laufen Gespräche mit dem DGB, um sich gegen die fremdenfeindliche Truppe zu verbünden. Der Verfassungsschutz beobachtet Pro NRW wegen des Verdachts auf rechtsextremistische Tendenzen.
Im SPD-Haus am Birkenweiher trafen sich kürzlich rund 50 Akteure des Bündnisses, um den Widerstand zu organisieren. Neben linken Gruppen und Parteien engagieren sich auch Awo, Jugendstadtrat und Cobra-Club bei „Bunt statt Braun“. Auch CDU-Chef Peter Schmiegelow macht mit - als Privatmann. Das Bündnis verurteilt die „volksverhetzerischen Sprüche von Pro NRW“. Beu: „Es ist jedermanns demokratische Pflicht, sich gegen diese Leute zu richten.“ Weil Pro NRW inzwischen auch schon Flugblätter an Solinger Schulen verteilt, richtet sich „Bunt statt Braun“ im Werben um Unterstützung auch an junge Menschen, etwa mit einer Veranstaltung in der Cobra am 13. April. Titel: „Brandstifter als Biedermänner“. kra