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23.09.2011 10:37
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Piratenpartei auf Solinger Kaperfahrt

Von Uli Preuss

In Remscheid hapert’s noch, doch in Wuppertal und Solingen haben aktuell 62 Mitglieder der kleinen Piratenpartei Fahrt aufgenommen. Die Welle von der Spree ist wenige Tage nach dem sensationellen Berliner Kommunalwahlergebnis längst bis in die Wupper geschwappt.

Seit September 2009 treffen sich Piraten in der Klingenstadt

40 Mitglieder in Wuppertal machen seit Jahren aktive Parteiarbeit mit wöchentlichen Stammtischen in Barmen und Elberfeld. Seit September 2009 trifft man sich auch in Solingen. Was mit knapp 15 Gründungsmitgliedern begann, ist zaghaft gewachsen. 22 Mitglieder der kleinen Partei und Gäste können zum monatlichen Solinger Stammtisch in die Cobra kommen. Dort in der Kantine trifft man sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 20 Uhr. „Beim Stammtisch im September waren wir acht Teilnehmer“, erinnert sich der Solinger Alexander Reintzsch, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen.

Natürlich haben die Bundes-Piraten mit S-Bahn-Ticket und frei zugänglichem Internet nicht gerade Solinger Kommunalprobleme im Blick.

„Aber wir werden sehr genau zuhören, was der Bürger hier von uns erwartet“, erklärt Reintzsch. Man stehe zwar auch in der Klingenstadt für Transparenz und Datenschutz, würde sich aber lokalen Themen natürlich nicht verschließen, sagt der 32-Jährige.

„Wie können die Solinger Piraten die Berliner Wahlkampfideen nutzen?“ fragt das ST. Da gebe es zum Beispiel den „Kaperbrief“, der im Spree-Wahlkampf ein echter Erfolg war, meint Alexander Reintzsch. Und so überrascht wie in Berlin werden die bergischen Seeräuber sicher nicht. Bis zur Bundestagswahl und zur Kommunalwahl haben die aufmüpfigen Polit-Seefahrer zwei beziehungsweise drei Jahre Zeit. Das kleine Pflänzchen kann also wachsen., auch durch Infostände, wie am ersten Clemens-Galerien.

Nicht nur junge Protestwähler sympathisieren mit den Piraten. „Da sind auch 50-Jährige, die bei uns mitarbeiten“, sagt Reintzsch.

Und der für Solingen zuständige Pressesprecher Alexander Reinshagen (36) ist eh überzeugt: „Wir sind sozialliberal, weder extrem rechts noch extrem links. „Und damit“, meint er, „sind wir für alle, die nicht stark konservativ denken, durchaus wählbar“.

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