KONZERT Schlagzeuger Rhani Krija über Sting und Choräle.
Wenn es am Ostermontag beim vom ST präsentierten Konzert „Codera goes Choral“ in der Lutherkirche besinnlich wird, ist auch Schlagzeuger Rhani Krija (38) dabei. Der gebürtige Marokkaner ist Moslem und wird unter anderem mit der jüdischen Kantorin Avitall Gerstetter dafür sorgen, dass das Publikum nach den Feiertagen durchatmen kann.
Der 38-Jährige war auch schon mit Xavier Naidoo unterwegs
Krija hat bereits mit einem Weltstar zusammengearbeitet: Sting. „Er ist ein Gentleman“, erzählt der 38-Jährige. „Er ist in erster Linie Musiker und nicht wie ein Star. Wenn Sting auf die Bühne kommt, gibt es eine ganz besondere Kommunikationsebene zwischen ihm und den anderen Musikern.“ Krija spricht aus Erfahrung, denn er spielte während Stings Tour am Schlagzeug. „Mit ihm kann man über alles reden, Sting ist ein sehr loyaler und intelligenter Mensch.“
Nicht nur der Altmeister schwört auf Krijas Trommelkünste: Auch Xavier Naidoo und Wolfgang Niedecken engagierten den 38-Jährigen für ihre Auftritte. „Ich bin gerade erst aus Österreich zurückgekommen, dort habe ich mit Alex Auer zusammen bei Xavier Naidoo gespielt.“
Beim Osterkonzert „Codera goes Choral“ dabei zu sein, ist für Krija eine besondere Freude, aber auch eine Herausforderung: „Ich habe noch nie Choräle gespielt, aber ich mag die Lieder.“ Der bekennende Bach-Fan („Er hat die Welt verändert“) hat für den Auftritt am Ostermontag eigens einen Flug in die USA verschoben. „Ich wollte unbedingt bei Wolfs Konzert dabei sein.“ Wichtig sei der Spaß bei den „chilligen Chorälen“ (Codera) dieses außergewöhnlichen Konzerts.
Für Krija ist Musik „ein Raum voller Liebe“. „Musik schafft das, was Religionen oft nicht schaffen: Sie verbindet.“ Durch sie würden die Menschen erst miteinander kommunizieren, findet der Schlagzeuger. mw
ST präsentiert: „Wolf Codera goes Choral“, Ostermontag, 5. April, 20 Uhr, Lutherkirche, Eintritt: 21 Euro, mit ST-Karte 16 Euro (ST-Karteninhaber können max. zwei Karten kaufen), Hörplätze: 16 Euro, mit ST-Karte elf Euro. Karten gibt’s im ST-Haus an der Mummstraße.