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03.11.2007 17:34
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Ohligser Rathaus: Sanierung ganz dicht am Original
„Wenn man beim Erwerb von städtischen Immobilien mit dem Schlimmsten rechnet, rechnet man richtig“, beschreibt Jörg Föste, Chef der Werbeagentur Conceptum, seine Erfahrungen bei der Sanierung von Rathaus, Amtsgericht und Bürgerhaus Ohligs. Deshalb konnten ihn marode Fenster, sanierungsbedürftige Fassaden und unsachgemäß gedeckte Schiefer-Dächer nicht von seinem großen Vorhaben abhalten.

Föste, der bereits das Rathaus Höhscheid saniert hat, hat Ende letzten Jahres das 7000 Quadratmeter große Anwesen mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche in Ohligs für 1,3 Millionen Euro von der Stadt gekauft. Seitdem laufen dort umfangreiche Sanierungen. 1,8 Millionen Euro will Föste investieren, um die Gebäude (gebaut von 1891 bis 1896) von auf hohem fachlichen Niveau wieder im Originalzustand aufzubauen.

In acht Arbeitsgängen werden alleine die 386 Fenster, die Hälfte davon aus der Erstbestückung, und 228 Innentüren aufbereitet. Auch einige Baufrevel will Föste wieder gut machen. „Die in den 60er Jahren in Amtsgericht und Bürgerhaus eingebauten Eisen-Eingangstüren habe ich nach der Sichtung von alten Fotos wieder gegen Original-Eichentüren ersetzen lassen“, so Föste. Dafür hatte er extra einen Sammler alter Türen in Norddeutschland ausfindig gemacht. Auch die alten Holz- oder Terrazzo-Böden werden unter Schichten von PVC, Linoleum oder Ochsenblut wieder aufwändig freigelegt. Die „altdeutsche Schiefereindeckung“, teilweise unsachgemäß repariert, muss genau wie die Fassade komplett erneuert werden. Bis Herbst 2008 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Highlight werden ein Gartenkonzept für die Innenhöfe und eine Skulptur des Portugisen José de Guimaraes vor dem Rathaus. „Das ergibt ein phantastisches Ambiente in historischem Rahmen, für viele Firmen ideal“, verweist Immobilien-Maklerin Monika Presse auf schon jetzt viele Anfragen von zukünftigen Mietern. sith