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09.03.2012 10:31
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Neue Fischtreppe für den Auer Kotten

von Gina Käding

Für Fische war der Weg vorbei an der Wasserkraftanlage Auer Kotten lange Zeit nicht passierbar. Zu groß war der Höhenunterschied von

WASSERKRAFTANLAGE

STANDORT Widdert; neben dem Krafthaus gehören auch Mühlgraben sowie Wehr- und Einlaufbauwerk zum Werk.

BETREIBER Wasserkraft Widdert GbR. STROM Die Anlage produziert 1,5 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr – genug, um 400 Haushalte zu versorgen.

BAUSTELLE Baustart August 2011. Fertigstellung etwa Ende Mai.

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE Fischtreppe und Schleuse am Wehr seit 2010 fertig gestellt.

3,20 Metern zwischen Ober- und Unterwasser. Umweltfreunde mussten die Tiere abfischen und weiter oben in der Wupper wieder aussetzen. Doch das hat nun ein Ende: Mit dem Bau eines zweiten Fischaufstiegs sind die Maßnahmen im Flora-Fauna-Habitat um den Auer Kotten bald abgeschlossen.

„Hier haben wir ein ideales Beispiel dafür, wie moderne Technik und Umweltbelange unter einen Hut gebracht werden können“, sagt Dr. Klaus Strehlau, Leiter des Stadtdienstes Natur und Umwelt.

Am Dienstag ist der Zuweg zum Kotten für Spaziergänger gesperrt

24 Becken von je drei Metern Länge reihen sich auf einer Strecke von insgesamt 120 Metern aneinander. Der Höhenunterschied zwischen ihnen beträgt für die Tiere gut überwindbare 13 Zentimeter. Spezielle Monitoring-Becken sollen die Fischwanderung kontrollieren.

Damit die Tiere auf ihrem Weg vorbei an der Wasserkraftanlage nicht in die für sie gefährlichen Turbinen geraten, wird ein 250 000 Euro teurer Horizontalrechen – eine Art durchlässiges Gitter – in die Anlage integriert.

Der Rechen wird am kommenden Dienstag eingebaut. An diesem Tag ist der Zuweg zum Kotten für Spaziergänger und Radfahrer gesperrt. Strehlau: „Der Rechen genügt nicht nur dem Stand der Technik, sondern dem der Wissenschaft.“

Die Gebrüder Einsiedler und Stefanie Klaus, die das Projekt von ihrem im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Vater Helmuth Keller übernahm, haben rund eine Million Euro in dessen Umsetzung investiert. Klaus: „Es handelt sich um den Lebenstraum meines Vaters. Dass ein Ende in Sicht ist, ist sehr erleichternd.“

Die Investoren freuen sich, wenn die Anlage wieder Strom produzieren kann (siehe Kasten). Das war aufgrund der Umbauten nun geraume Zeit nicht möglich.

Über zehn Jahre zogen sich die Verfahren um die Wasserkraftanlage hin. Eine Fischaufstiegsanlage und eine Schleuse am Wehr wurden 2010 bereits fertig gestellt. Mit dem Ende der Arbeiten um den Auer Kotten soll der Umbau des Gebietes voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein.

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