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24.08.2011 10:16
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Neben Rathaus Wald wird gebaut

Von Susanne Koch

Nebengebäude des ehemaligen Walder Rathauses werden derzeit abgerissen. In etwa 14 Tagen werden dort die Bauarbeiten beginnen: für ein Wohnhaus der Behinderten-Heimstätte mit Platz für 24 Bewohner. Geplant ist, dass die Menschen mit Behinderung spätestens im September kommenden Jahres von der Liebigstraße aus dahinziehen.

„Das alte Haus an der Liebigstraße entspricht in seiner baulichen Struktur sowie in seiner Ausstattung mit Funktionsräumen nicht mehr heutigen Standards“, erklärt die Leiterin der Behinderteneinrichtungen, Sabine Smolka. „Der Neubau wird so konzipiert, dass Bewohner auch tagsüber betreut werden können. So müssen die Bewohner auch dann nicht das Haus verlassen, wenn sie das Rentenalter erreicht haben.“

Veranschlagt sind für den Neubau rund zwei Millionen Euro. „Wir können das durch Stiftungen und Bank-Finanzierungen stemmen“, erklärt Sabine Smolka. Die Behinderten-Heimstätte baut mit Unterstützung des Landschaftsverbands Rheinland.

Der zentrale Standort
ermöglicht inklusives Wohnen

Gefördert wird das Bauvorhaben von der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Aktion Mensch, der Stiftung Wohnhilfe Bonn und der Wfa-NRW-Bank. Auch die Solinger Stadt-Sparkasse beteiligt sich an der Finanzierung.

„Wir freuen uns sehr, dass an dem zentralen Standort mitten im Walder Ortskern mit dem angrenzenden Park und der perfekten Infrastruktur inklusives Wohnen möglich wird“, betont die Vorsitzende des Vereins, Ingrid de la Motte Leithäuser. Im Untergeschoss werden Funktionsräume, ein Mehrzweckraum mit integrierter Küche sowie zwei behindertengerechte WC eingerichtet.

Im Erdgeschoss sind zwei Appartementes für je zwei Bewohner mit eigenem Bad und Wohnraum mit integrierter Küche vorgesehen. Im anderen Trakt entsteht Platz für eine Kleingruppe von vier Bewohnern mit Einzelzimmern. Zwei davon sollen rollstuhlgerecht werden. Und im zweiten und dritten Obergeschoss werden auf jeder Etage acht Bewohner in Einzelzimmern untergebracht. Jede Etage bekommt ein großes Wohnzimmer mit integrierter Küche.

Die Behinderten-Heimstätte betreut über 100 Menschen mit Behinderung. Sie leben in zwei stationären Einrichtungen – Liebigstraße und Merscheider Straße – sowie in fünf Außenwohnungen. 25 Klienten werden noch zusätzlich in ihren eigenen vier Wänden betreut. „Unser multiprofessionelles Team hat inzwischen über 90 Mitarbeiter“, sagt Sabine Smolka. „Viele davon arbeiten in Teilzeit, weil die meisten Bewohner tagsüber einer Arbeit nachgehen.“