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28.11.2011 14:28
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Nach Welpen-Tod: „Angst hat sich breitgemacht“

Von Carolin Seidel

Draußen wird es langsam kalt,

AKTUELLER STAND

Die Fahndung läuft weiter: Trotz der bislang zahlreich bei der Polizei eingegangenen Hinweise zum möglichen Täter, der in der vorletzten Woche den Berner Sennenhund „Bella“ einer Frau entrissen und anschließend in einem Waldstück am Rande der Ohligser Heide grausam stranguliert hat, ist auch am Wochenende noch nicht der Durchbruch gelungen. „Wir gehen nach wie vor jedem Hinweis intensiv nach“, sagte gestern Polizeisprecher Alexander Kresta. Auch beim ST haben sich nach der Veröffentlichung eines nach Angaben der Hundebesitzerin angefertigten Phantombildes des Täters einige Leser gemeldet, die den auffällig korpulenten Mann noch jüngst mehrfach im Großraum Ohligser Heide und Ohligser Innenstadt gesehen haben wollen. Hinweise nimmt die Solinger Polizei unter (02 02) 2 84-0 entgegen. hpm

die Sonne strahlt immer seltener, ab und zu fallen Regentropfen: „Trotzdem kommen wir gerne hierhin“, sagt Gisela Wiesen, während die achtjährige Hündin Sunny zwischen Hundehütten, einem Laufsteg und anderen Hindernissen wuselt. „Hier kann man den Hund gefahrlos und ohne Leine laufen lassen. Es ist entspannt und gesellig“, erklärt die Hundeliebhaberin.

Seit einigen Monaten nimmt Gisela Wiesen regelmäßig am „Pfotentreff“ der Hundefreunde Solingen-Merscheid 1956 teil. Zum achten Mal lockte die Veranstaltung gestern auf den Hundesportplatz an der Hammerstraße. Mit bis zu 30 Besuchern hat sich dieser Treff fest etabliert.

Die Stimmung unter den Besuchern des Pfotentreffs ist getrübt: Noch ist es nicht lange her, dass der Berner Sennenhund-Welpe „Bella“ nahe der Ohligser Heide tot aufgefunden wurde. Jetzt macht sich gerade bei Besitzern kleiner Hunderassen Angst und Misstrauen breit: „Das ist immer ein komisches Gefühl, wenn mir auf meinem Spaziergang jemand Unbekanntes entgegenkommt“, erzählt Roswitha Pagenhardt und rät: „Wichtig ist das eigene Bauchgefühl. Man sollte die Tiere immer im Blick haben.“ Damit ist die Hundebesitzerin nicht allein. Richtig sicher sei es nur noch im hauseigenen Garten, so Gisela Wiesen. Da darf der Westi-Terrier Sunny gefahrlos durch die Büsche und Blumenbeete laufen – ganz ohne Leine, Halsband oder Pfefferspray, das jüngst wieder griffbereit in der Jackentasche der Hunde-Halterin ruht.

Hundebesitzer raten: Aufmerksam sein und dunkle Ecken meiden

Aufmerksam sein, dunkle Ecken meiden, auf die Sicherheit des Umfeldes vertrauen: das sind die Tipps, die Roswitha Pagenhardt schon seit Jahren beherzigt. Und im Ernstfall? „Solange mich meine Beine tragen können, laufe ich hinterher“, betont sie. Doch gerade im Winter, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, wird anstelle eines ausgiebigen Spaziergangs durch den Wald lieber auf eine Runde um den Block gesetzt. Mit Taschenlampe und Stirnleuchte, versteht sich.

Gisela Wiesen hat anstelle der Notlösung „Blockumrundung“ einen anderen Vorschlag parat: „Ich treffe mich meist mit Freunden. In der Gruppe können wir relativ gefahrlos im Wald spazieren gehen.“ Von der Ohligser Heide als Ausflugsziel sei ohnehin abzuraten: „Seitdem dort Giftköder ausgelegt wurden, scheint die Gegend generell problematisch zu sein“, bemerkt Pfotentreff-Teilnehmerin Claudia Grünewald.

Bereits am 18. Dezember soll das nächste Treffen unter der Bewirtung von Axel Ulrich, dem Initiator der Veranstaltung, stattfinden.