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Mittwoch droht Verkehrschaos in Solingen
Am Mittwoch muss in Solingen mit einem Verkehrschaos gerechnet werden. Wie Jürgen, Krause, Verdi-Geschäftsführer im Bezirk Rhein-Wupper, am Montagnachmittag gegenüber dem Tageblatt bestätigte, sind ganztägig "massive Warnstreiks" vorgesehen, um der Tarifforderung im Öffentlichen Dienst Nachdruck zu verleihen. Das betrifft in erster Linie alle Solingerinnen und Solinger, die auf Busse angewiesen sind. "Der Nahverkehr bleibt den ganzen Tag drin", stellt Krause klar. Thomas Weck, Personalleiter der Stadtwerke (SWS), hatte schon vor der offiziellen Bekanntgabe des Warnstreks in Solingen mitgeteilt, dass sich sein Unternehmen auf den Warnstreik vorbereite. Er stellte aber auch klar, dass bei einem Warnstreik auch die Fahrzeuge der Fremdunternehmen auf dem Betriebshof stehen bleiben. "Alles andere würde das Durcheinander nur noch größer machen", so Weck. Folge des Busfahrer-Ausstands dürfte ein schlagartiger Anstieg des Individualverkehrs sein. Verdi-Bezirkschef Krause kündigt weiterhin an, dass am Mittwoch "viele Kindergärten geschlossen bleiben". Die betroffenen Eltern seien bereits von den Leitungen der Einrichtungen informiert worden. Derweil prüft die Stadt noch, welche Kitas tatsächlich so stark bestreikt werden, dass sie schließen müssten. "Sollte es dazu kommen, werden wir uns bemühen, Notgruppen einzurichten", stellt Stadtsprecher Lutz Peters in Aussicht. Fest steht auch, dass Mitarbeiter des Städtischen Klinikums am Mittwoch zum Warnstreik aufgerufen sind. Die Betriebsratsvorsitzende Anke Jahncke geht davon aus, dass unter anderem die Stationen, die Wäscherei, der Reinigungsdienst und die Küche betroffen sein werden. Die Besetzung der Stationen mit Pflegepersonal werde jedoch gewährleistet. "Für die Patienten wird es keine großen Einschränkungen geben." Auch die Versorgungssparte der Stadtwerke ist zum Warnstreik aufgerufen. Das dürfte sich nach Einschätzung von Unternehmenssprecherin Kerstin Griese vor allem in den Kundencentern auswirken. Nicht bestreikt wird dagegen die Müllabfuhr in Solingen. "Das bringt nicht viel, weil die Kollegen die Fahrten im Nachhinein nacholen müssen", erläutert Jürgen Krause. Allerdings werde das Müllheizkraftwerk am Mittwoch geschlossen bleiben. "Da findet auch am Vormittag unsere zentrale Kundgebung statt." Dorthin führt auch ein Marsch der Warnstreikteilnehmer, der an der Beethovenstraße beginnt und über das Rathaus zum Mangeberg führt. Die nächsten Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst stehen unterdessen am 12. und 13. März an. Gefordert wird 6,5 Prozent mehr Geld. ff |
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