Dass die Besucher der neuesten „nightwash“-Ausgabe hauptsächlich aus 30- bis 50-jährigen bestanden, klärte Moderator Helmut Sanftenschneider direkt am Anfang mit einer Publikums-Umfrage. „Die typischen BMW-Fahrer eben“ und hatte damit schon die ersten Lacher an Land gezogen. Schließlich trafen sich die Fans der beliebten Comedy-Schmiede einmal mehr im Autohaus Procar.
Die gestrige nightwash-Ausgabe war ein voller Erfolg
Organisator Peter Enke hatte es wieder einmal geschafft, bemerkenswerte Nachwuchskünstler nach Solingen zu holen, die allesamt den Nerv des gut gelaunten Publikums trafen. Auch die neueste Ausgabe von „nightwash“ war ein voller Erfolg. Vor ausverkauftem Haus führte Sanftenschneider mit seiner Mischung aus Flamenco-Temperament und Ruhrgebiets-Charme durch den Abend, dabei immer wieder mit seinem vorzeigenswerten Können auf der Gitarre kokettierend.
Dass man sein mühselig erlerntes Deutsch in Bayern vergessen kann, erfuhr sein türkischer Kollege Serhat Dogan noch am Münchner Flughafen. Überhaupt wunderte er sich zunächst über viele Gepflogenheiten am Weißwurst-Äquator: „Ich habe ein Bier bestellt und ein Aquarium bekommen!“ Und es gibt viele Zeitungsverkäufer, die nur eine Zeitung verkaufen: „Erwachet!“
Der Rechner, den der Freund von Achim Knor sich neulich gekauft hat, hat sich „gerechnet“ – und das Rentier, das er sich angeschafft hat, hat sich „ren-tiert“. solche Spielereien machen dem Wortakrobaten sichtlich viel Freude, und er wird nicht müde, immer neue zu erfinden: „Spür-ste die Bür-ste?“ Knochentrocken berichtete er von seiner Leidenschaft fürs Gewürzgurken-Puzzlen „in alle Gurken im Glas in Scheiben schneiden und zusammenlegen“ und sang eine „Fromage an den Käse“.
Sebastian 23 demonstrierte sehr eindrucksvoll, dass „Posen“ nicht nur eine Stadt in Polen ist. Mit pathetischen Handbewegungen unterstrich er seine Gedicht-Deklarationen und klärte ganz nebenbei über das düstere Wesen von „Emos“ auf. Sein Poetry-Slam war witzig und bissig. jsl