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17.02.2011 11:24
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Zeitarbeitsfirmen: „Legale Sklaverei“

Von Mihaela Macukic, 8b, Gymnasium Vogelsang

Zeitarbeit, Zeitarbeit: Heutzutage bekommt man in fast keiner Firma mehr einen Job, ohne die Probearbeit in einer Zeitfirma anzunehmen. Doch was genau steckt hinter dieser Beschäftigungsmethode? Was ist eine Zeitfirma?

In einer Zeitfirma wird nach folgendem Prinzip gearbeitet: Der Arbeitgeber leiht seinen Arbeiter an andere Firmen aus. Für das Ausleihen bekommt diese Firma Geld von dem Ausleiher. Ein geringer Teil davon geht an den Arbeiter als Lohn. Zeitarbeiter sind meistens ältere oder schwer zu vermittelnde Arbeitnehmer. Bevor sie fest angestellt

werden, müssen sie eine sechsmonatige Probezeit in einer Zeitfirma bestehen.

Durch das Ausleihen an verschiedene Firmen kann man Erfahrung sammeln und sich besser entscheiden, wo man in Zukunft fest angestellt sein will. Auch für die Ausleihenden ist dies nützlich, da sie dadurch Aufträge erfüllen können ohne jegliche längerfristige Verpflichtungen einzugehen. Jedoch hat die Zeitarbeit Nachteile für die Arbeiter: Meistens übersteht man die Probezeit nicht und man kann zu fast jeder Zeit mit einer Kündigung rechnen.

Sobald ein Betrieb den Auftrag erfüllt hat, wofür man eingesetzt wurde, wird man häufig nicht weiter vermittelt. Wird man krank oder es geschieht ein anderer unvorhersehbarer Fall, „landet am Tag nach der Genesung eine Kündigung im Briefkasten“. Ein weiteres Problem ist der Lohn, der niedriger ist als der der übrigen festen Angestellten. Bevor ein Vertrag zustande kommt, verlangen viele Zeitfirmen eine Auskunft über krankheitsbedingte Ausfälle von der Krankenkasse.

Dies kann den Versuch, angestellt zu werden, behindern. Wichtig ist auch, dass die Zeitfirmen einen hinschicken können, wohin sie wollen. Kündigungen seitens der Arbeitnehmer, werden in den meisten Fällen nicht eingereicht, weil danach die Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, noch geringer wird. Meinung eines betroffenen Arbeiters

„Zeitarbeit ist moderne Sklaverei, man kann zu jeder Zeit gekündigt werden. Man kann selbst auch keine Kündigung einreichen, da man sonst gar keinen Job mehr findet alle Probephasen beginnen

in diesen Firmen“, so ein betroffener Arbeiter: „Die können dich hinschicken wohin sie wollen.

Wenn allein der Familienvater das Geld verdient und Zeitarbeiter ist, ist die Zukunft ungewiss.

Er hat sich darüber ausgesprochen, wie „unmenschlich das Ganze“ ist. „Einst hat die Politik unter Druck der Arbeitgeberverbände diese Schande begangen. Und nur sie kann mit Entschlossenheit und starkem politischen Willen diese beenden“, sagt dieser Arbeiter.