INTERVIEW Ein Blick hinter die Kulissen der Redaktion des ST.
Von Nicole Jasny und Maria Gurevich, 8c, Gymnasium Vogelsang
Interview mit der Redakteurin Simone Theyßen-Speich vom Solinger Tageblatt.
Guten Tag, danke dass sie sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. Nun zu unserer ersten Frage: Wer entscheidet welche Artikel gedruckt werden?
Simone Theyßen-Speich: Sehr gern, es gibt zwei mal am Tag eine Konferenz, um zehn Uhr morgens und um sechs Uhr abends. In der Konferenz um zehn Uhr morgens, gibt es eine Themenkonferenz. Dort wird entschieden, welche aktuellen Tagesereignisse wichtig sind und in der Zeitung gedruckt werden.
Wie viele Redakteure arbeiten in einer Redaktion und hat auch jeder sein eigenes Ressort?
Theyßen-Speich: Ja, jeder Redakteur hat sein eigenes Ressort und diese sind nach Bereichen aufgeteilt wie Wirtschaft, Lokales, Sport usw. Wir haben so circa acht bis zehn Redakteure, eine Auszubildende und auch zwei Online-Redakteure.
Nehmen sie denn auch Praktikanten auf?
Theyßen-Speich: Ja, wir nehmen regelmäßig Schulpraktikanten auf, die ein zweiwöchiges Schulpraktikum machen, auch in den Ferien oder nach der Schule.
Welchen Abschluss braucht man, um ein Redakteur zu werden?
Theyßen-Speich: In der Regel benötigt man einen Hochschulabschluss mit Fachstudium, danach gibt es noch das so genannte Volontariat, dies ist die Ausbildung zum Redakteur.
Welche Idee steckt eigentlich hinter dem Zisch-Projekt, wozu ist es da?
Theyßen-Speich: Also das Zisch-Projekt gibt es schon seit 30 Jahren, ich persönlich mache es aber erst seit 12 Jahren. Mit diesem Projekt, wollen wir die Leseförderung an den Schulen unterstützen. Die Schulen sind auch sehr froh darüber, dass sie diese Möglichkeit von uns geboten bekommen. Das Solinger Tageblatt war auch eine der ersten Zeitungen, die solche Schulprojekte unterstützt haben, mittlerweile gibt es solche Projekte in ganz Deutschland.
Doch ist denn nicht ein Nachteil oder Verlust für die Redaktionen, denn es kosten ja auch viel Geld.
Theyßen-Speich: Ja, natürlich kostet dies Geld und Zeit für die Redakteure, die das Projekt betreuen. Was es uns bringt ist sehr schwer zusagen, es ist nicht unser erstes Interesse, Abonnenten zu finden, sondern wie gesagt, die Leseförderung zu betreiben, den Schülern zu zeigen, dass man sich auch durch Qualitativ hochwertige Quellen informieren kann und nicht zum Beispiel nur durch das Internet.