Seit inkrafttreten der Jugendschutzgesetze steigt die Anzahl der Jugendlichen, die Alkohol trinken, immer mehr an. Inzwischen haben zwei Drittel der Schüler im Alter von 10 bis 18 schon einmal Alkohol probiert. Dagegen ist die Anzahl der Schüler, die abstinent sind, nur 35 Prozent hoch.
An Wochenenden und in den Ferien ist der Konsum von Alkohol bei den jungen Leuten in Deutschland am höchsten. Die beste Gelegenheit für Teenager an Alkohol zu gelangen besteht mitunter auf Partys. Wenn die Eltern nicht anwesend sind oder nicht darauf achten, was auf einer privaten Party passiert, kann es zwischen den Jugendlichen zu unangemessenen Handlungen mit Alkohol kommen. Auch nutzen die Schüler den Alkoholvorrat ihrer Eltern. Diese bemerken es oft nicht, weil sie selbst Spirituosen zu sich nehmen, oder sie es nicht interessiert, was ihre Kinder machen.
Was wohl am meisten schockiert ist, dass Teenager in Geschäften Einkäufe tätigen können, in denen die Jugendschutzrichtlinie weniger Beachtung findet. Durch Mundpropaganda Bekannter erfahren die Schüler, in welchen Geschäften sie an alkoholische Getränke kommen können. Meistens trinken diese Freunde selbst Alkohol und sind häufig über 18 Jahre, somit dürfen sie legal Spirituosen kaufen.
Ob es daran liegt, dass diese Getränke eine berauschende Wirkung haben, oder die Teenager von einer Gruppe gezwungen werden, die Gründe sind unklar.
Theodor (Name geändert) berichtet, dass es ein cooles Gefühl ist, wenn man es nicht übertreibt. Außerdem haben die Jugendlichen oft Probleme mit ihren Eltern oder in der Schule. Das dieser hohe Alkoholkonsum enorme gesundheitliche Schäden hervorruft ist ihnen selten bewusst. Für sie zählen nur die direkten Folgen während der Alkoholzunahme, wie beispielsweise das Steigen der Laune und die auftretende Entspannung und Lockerheit.
Die heutige Jugend setzt sich einer großen Suchtgefahr aus, und sie nimmt bei regelmäßigem Konsum die Gefahr in Kauf unter Konzentrationsstörungen oder Gleichgewichtstörungen zu leiden. Ob die Jugendlichen weiterhin die Jugendschutzgesetzte missachten ist unklar. Wichtig ist aber, dass gegen diesen hohen Alkoholkonsum vorgegangen wird.