RAT SPD, FDP und Grüne haben beschlossen, dass 500 000 Euro beim Orchester gekürzt werden.
Von Susanne Koch
Den Aufschub, um den unter anderem Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith die Remscheider gebeten hatte, gibt es nicht: Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP beschloss der Rat in Remscheid gestern im Sparpaket, dass die Zuschüsse um 500 000 Euro für die Bergischen Symphoniker gekürzt werden sollen. Dieser politisch festgezurrte Beschluss wird die Gespräche zwischen den beiden Städten sicher nicht erleichtern.
Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding hatte in den vergangenen Wochen in einem Brief an Oberbürgermeister Norbert Feith Szenarien unterbreitet, wie die halbe Million Euro jährlich ab 2013 aus Remscheider Sicht eingespart werden könnte, unter anderem dadurch, dass Solingen der Einwohnerzahl entsprechende höhere Zuschüsse zahlen soll. Sparen sollten die Bergischen Symphoniker auch dadurch, dass die Orchesterstellen reduziert werden. Dabei schließt die Remscheider Oberbürgermeisterin betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.
Letzteres kommt für Oberbürgermeister Norbert Feith nicht in Frage, das hatte er bereits betont. Auch dürfe Solingen als finanzschwache Stadt keine Mehrkosten durch Zuschusszahlungen übernehme. In einem Gutachten, das der Stadt Solingen vorliegt, wird betont, dass Remscheid den Gesellschaftervertrag nicht einseitig kündigen kann.