KULTUR Oft lassen sich Plagiate kaum vom Original unterscheiden.
Von Katharina Gottwald, 8b, Gymnasium Schwertstraße
„Original oder Fälschung? Was glauben Sie?“, fragen Alin Jurk und Isolde Müller die Besucher des Museums Plagiarius. „Oh Gott… ähm, links ist die Fälschung?“, vermutet ein Besucher. „Nein, links ist das Original.“ Für die Leiterinnen des Museums Plagiarius ist so eine Situation Alltag. Viele Besucher können Originale und Fälschungen kaum auseinander halten.
Im Museum Plagiarius werden rund 350 Originale und Fälschungen im direkten Vergleich ausgestellt. Das Museum ist Teil des Solinger Südparks und wurde im April 2007 eröffnet. Seitdem besuchen Menschen aus umliegenden Städten, ganz Deutschland und sogar verschiedenen Ländern das Museum.
Der deutsche Negativpreis, der 1977 von Professor Rido Busse ins Leben gerufen wurde, lieferte die Idee für das einzigartige Solinger Museum. Professor Rido Busse entwickelte eine Diätwaage für die Firma Soehnle. Auf der Frühjahrsmesse in Frankfurt fand er ein exaktes Plagiat seiner Waage wieder. Daraufhin gründete er den Verein „Plagiarius“. Dieser verleiht jährlich den Negativpreis für die „beste“ Fälschung. Der Plagiator erhält einen schwarzen Gartenzwerg mit einer goldenen Nase. Die Nase symbolisiert die Gewinne, die sich die Plagiatoren durch ihr Tun verdienen.
Die Aktion „Plagiarius“ hat zum Ziel, die Öffentlichkeit über die Ausmaßen sowie Schäden und Gefahren zu informieren. Da viele Plagiate aus minderwertigen Stoffen gefertigt sind, können sie zum Beispiel als Kinderspielzeug lebensgefährliche Folgen haben.
Die meisten Plagiate werden im asiatischen Raum produziert. Am häufigsten werden Kleidungen, Schmuck und Medikamente gefälscht. Diese und andere Plagiate können gefährliche Folgen haben, deswegen möchte das Museum Plagiarius helfen, dass mehr Leute das Original von der Fälschung unterscheiden können.