Lohnt sich der Englischunterricht in Grundschulen?
SCHULE Junge Menschen können eine neue Sprache leichter lernen.
Von Özlem Orun, 8d, Gymnasium Schwertstraße
Do you speak english? Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist Englisch ein verbindliches Unterrichtsfach ab Klasse 3. Im Vordergrund des Englischunterrichts stehen das Sprechen und Verstehen der gesprochenen Sprache. Zum 1. Februar 2009 wurde der Beginn des Englischunterrichts in die erste Klasse vorgezogen. Die Schülerinnen und Schüler zeigen sprachliche Fähigkeiten, die es ihnen erlauben, in häufig vorkommenden Situationen einfaches Englisch zu verstehen und zu verwenden. Dabei lernen sie auch, welche Techniken und Methoden des Sprachen Lernens für sie besonders erfolgreich sind. Die ersten Schritte in die neue Sprache werden Kindgerecht gestaltet beispielsweise Musikalisch, sodass eine Überforderung der Kinder ausgeschlossen ist.
Die Neugier der Kinder auf alles Neue, soll auf die englische Sprache und Kultur bezogen werden, sie werden spielerisch mit englischen Namen, Wörtern und später auch mit kleineren Texten umgehen. Zugleich erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse über das Leben in englischsprachigen Ländern. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen zwar, dass sich durch das gleichzeitige Erlernen mehrere Sprachen der Lernprozess verzögern kann, der Lernerfolg wird davon jedoch nicht beeinträchtigt.
Da die Motivation sehr hoch ist und die Schüler noch jung sind, ist die Aussprache der Kinder flexibler, sodass sie schneller lernen. Gerade für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist bietet der Englischunterricht Vorteile: Hier haben sie die gleichen Voraussetzungen wie die deutschsprachigen Kinder, da alle von vorne beginnen.
Die Kinder lernen Gestik, Mimik und Bildmaterial einzusetzen, um sich in einer fremden Sprache zu verständigen. Auf diese Weise erwerben die Kinder einen grundlegenden Wortschatz in bestimmten Bereichen und erproben einfache Sprachstrukturen. Immer wieder werfen Eltern vor, dass die Schülerinnen und Schüler nur sehr wenig Englisch lernen, aber ihnen ist häufig nicht bewusst, dass der Unterricht sich an Themen aus der Lebenswelt der Kinder orientiert.