In der evangelischen Kirche ist die Konfirmation eine feierliche Segenshandlung für Jugendliche zum Übertritt ins Erwachsenenalter. Der Konfirmandenunterricht bereitet darauf vor.
Konfirmandenunterricht sei nachgeholter Taufunterricht, sagt der Gräfrather Pfarrer Axel Stein. Denn als kleines Kind hätte man seine eigene Taufe nicht bewusst erlebt. Deshalb kämen die Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren, um selber zu hören, worum es im christlichen Glauben geht. Dies belegt auch eine Umfrage mit 57 Solinger Konfirmanden, bei der 75% der jungen Leute angaben, dass sie im Konfirmandenunterricht Neues lernen.
Sie geben dem Unterricht, der ihnen Spaß macht, die Schulnote „gut“. Beliebte Themen sind unter anderem Leben, Tod und Gott. „Die Jugendlichen wollen richtigen Religionsunterricht und keinen verkappten Ethikunterricht, wie in der Schule, der Religionsunterricht genannt wird“, so Axel Stein.
„Konfirmandenunterricht möchte überzeugen, möchte die Jugendlichen das Evangelium lieben machen.“ Auf die Frage, wie es mit dem Singen von Liedern sei, sagt Stein, dass bei den Jugendlichen heutzutage die Bereitschaft mitzusingen abnähme. Wenn man jedoch ein aktuelles Lied nehmen würde, würden alle mitsingen. Das zeigte sich beim Letzten Jugendgottesdienst, so Axel Stein. 63% der Konfirmanden geben in der Umfrage an, gerne zu singen, aber 65% von ihnen gefallen die gesungenen Lieder nicht. Damit bestätigt sich Steins Aussage.
Konfirmandenunterricht wird in den Gemeinden unterschiedlich durchgeführt. In Gräfrath einmal die Woche 60 Minuten Unterricht über anderthalb Jahre. In anderen Gemeinden wird Konfirmandenunterricht einmal etwas länger alle 14 Tage gegeben. Woanders gibt es auch 60 Minuten Unterricht ein Jahr lang und dann ein Jahr später ein halbes Jahr Planung des Konfirmationsgottesdienstes. Mit den richtig gewählten Liedern steht der Feierlichkeit dieses Gottesdienstes nichts mehr im Wege.