TV Der Quotendruck kann zu gefährlichen Aktionen führen.
Von Nils Pludra, 8c, Gymnasium Vogelsang
Die Sendung „Wetten dass…?“ ist ursprünglich eine Sendung, in der Leute ungewöhnliche Ideen einer Wette in die Tat umsetzen können.
Meist handelte es sich dabei immer um recht spannende, aber eher ungefährliche Wetten. Doch in neuester Zeit kann man eine sichtbare Steigerung feststellen. Mittlerweile gibt es in jeder Sendung mindestens eine gefährliche Wette, die durchaus geeignet ist, Gesundheit oder gar Leben des Kandidaten zu gefährden.
Dieses musste man leider in der Sendung am 4. Dezember 2010 miterleben, in der ein junger Mann (Samuel K.) wettete, dass er mit Hilfe von Sprungstelzen innerhalb von vier Minuten über fünf fahrende Autos springen könne. Als das dritte Auto an der Reihe war, welches sein eigener Vater fuhr, ereignete sich der Unfall. Er fiel hinter dem Auto, ohne sich abzustützen, auf den Boden.
Die Folgen war, dass der Wettkandidat sich eine komplexe Verletzung der Halswirbelsäule mit Knochenbrüchen und Gefäßverletzungen zuzog. Natürlich fragen sich nun alle, wie es so weit kommen konnte. Ich glaube, dass es eine allgemeine Problematik ist. In vielen anderen Sendungen wird ebenfalls, wie ich finde, in Sachen Sensationen zunehmend übertrieben.
Ich persönlich meine, dass solche Vorfälle weniger passieren würden, wenn nicht mehr so viel Gier nach Sensationen vorhanden wäre. Andererseits tragen nicht nur die Sender die Verantwortung für immer mehr, immer gefährlichere Darbietungen, sondern auch der Konsument. Der Zuschauer muss sich selbst fragen, inwieweit er ebenso verantwortlich ist, da er der jeweiligen Sendung die Quote verschafft, also praktisch die Nachfrage hochtreibt - ein tragischer Kreislauf.
Leider stellen sich Fragen meist erst nach erfolgtem Unglück. Wenn aus dem Unglück des Samuel K. zumindest diesbezüglich etwas gelernt würde, so darf man wenigstens hoffen, dass in Zukunft Verantwortung vor Sensation steht- Vor der Kamera und vor den Bildschirmen!
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