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28.02.2012 09:47
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Hüsch-Zitate und Mozart in Wald

Viel Freude bescherte dem Publikum am Sonntag ein Konzert der Reihe „Serenade – Musik und Text bei Kerzenschein“ in der Evangelischen Kirche Wald. Doris Lange-Haunhorst (Flöte), Martin Haunhorst (Violine) und Thomas Schulze (Violoncello) präsentierten Trio-Werke aus Barock und Klassik. Dabei verstanden es die drei Musiker vorzüglich, den aparten Klangreiz der instrumentalen Kombination zur Geltung zu bringen.

Denkanstöße lieferte Pfarrer Bernd Reinzhagen mit interessanten Rezitationen. Zu Beginn ließen sich die Zuhörer in die heitere, helle Klangwelt des Trios Nr. 2 D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) entführen. Sensibel entfalteten die Musiker den anmutig-tänzerischen Gestus des Werks und boten somit wahren Hörgenuss. Als weitere musikalische Kostbarkeit folgte das Londoner Trio Nr. 1 C-Dur von Joseph Haydn (1732-1809). Voller Spiellust gingen die Musiker das Allegro moderato an, nicht minder spannungsreich gelangen das liebliche Andante sowie das spritzige Finale (Vivace).

Zwischen den Stücken regte Pfarrer Reinzhagen etwa mit Texten des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch zum Schmunzeln und Nachdenken an. So trug er die Geschichte von dem Küster vor, der den lieben Gott versehentlich in der Kirche einschloss – ein Plädoyer für eine offene Kirche, die Ausgegrenzten Schutz bietet.

Schließlich betörte das ausdrucksvolle Spiel von Flöte und Violine in der Sonata Nr. 4 in d von Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755). Erlesener Ausklang: François Deviennes (1759-1803) Trio op. 61 Nr. 3 a-Moll, in einer einfühlsamen Interpretation dargeboten. Für den genussreichen Abend bedankte sich das Publikum mit herzlichem Beifall. chb