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08.03.2012 10:08
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Fulminantes musikalisches Feuerwerk

Drei Lieder brauchten die Jungs auf der Bühne, um das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Dann aber hatten sie gewonnen: Ihre facettenreiche Show entfachte pure emotionale Begeisterung, die spürbar den Saal entlang bis zur letzten Reihe hoch strömte. Der gelungenen Mixtur aus fetzigem Pop, lyrischen Verdi- oder Puccini-Arien, romantischen Operetten-Ohrwürmern, dichten Rock-Rhythmen, peppiger Choreografie und charmanten Moderationen konnte sich am Dienstagabend im gut gefüllten Pina-Bausch-Saal keiner verschließen.

Gewürzt mit ein bisschen Slapstick und abgeschmeckt mit einer Prise augenzwinkernder Erotik, zeigte das gut zweistündige Programm der zwölf stimmstarken Sänger die beeindruckende Vielfalt ihres Könnens. „Tenor“: Das bedeutet schmeichelndes Belcanto für Verdis „Libiamo“ wie auch das leicht Rauchige für den Beatles-Klassiker „Come together“. Bedeutet schmelzendes „O sole mio“ wie auch zackiges „Kalinka“.

Perfekt durchgestylte, witzige und mitreißende Abendunterhaltung

Schnelles Tempo beherrschte den Abend. Platz war auch für nachdenklichere und weiche Töne wie in Bernsteins „Tonight“ oder Puccinis „Nessun Dorma“. Eine perfekte Beleuchtungsshow rückte die choreografisch ausgefeilten Vokal-Präsentationen buchstäblich ins rechte Licht.

Und als i-Tüpfelchen, war das männliche Dutzend nicht nur ein Ohrenschmaus sondern zudem eine Augenweide. Klar, dass das „letzte“ Lied nicht das letzte war – bei den Zugaben ging noch mal richtig die Post ab.

Dass Benjamin Wong am Ende noch den Blick auf seine durchtrainierten Bizepsmuskeln freigab, war besonders für den weiblichen Teil des Auditoriums ein krönender Abschluss. Große Anerkennung für eine perfekt durchgestylte witzige und mitreißende Abend-Unterhaltung. jsl