INTERVIEW Ein Einblick in die Angebote der Frühförderung.
Von Maren Schölermann, Marina Girardi, und Kajaana Thangatas, 8a, Humboldtgymnasium
Frau Girardi arbeitet schon seit langem in der Frühförder- und Beratungsstädte Solingen. Durch ihren Umzug zum Südpark wurden wir auf sie aufmerksam. Das Interview führten drei Schülerinnen des Humboldtgymnasiums Solingen.
Seit wann arbeiten Sie denn für die Lebenshilfe?
Girardi: Ich arbeite seit 20 Jahren in der Frühförderung.
Macht Ihnen die Arbeit denn immer noch Spaß?
Girardi: Ja, es bereitet mir große Freude den Kindern zu helfen.
Was sind die häufigsten Probleme der Kinder, die zu Ihnen geschickt werden?
Girardi: Das kann man so nicht sagen, die meisten Probleme. Meistens fällt den Eltern auf, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt, weil sie noch nicht so gut sprechen können, wie andere Kinder im gleichen Alter. Aber zum Beispiel das Laufen und die Bewegungen sind auch Sachen, die einem schnell auffallen. Und wenn man genauer hinguckt, zum Beispiel bei einem Kind, das noch nicht so gut sprechen kann, dann fallen einem häufig auch andere Dinge auf, die nicht so gut entwickelt sind. Zum Beispiel die Feinmotorik und das Gedächtnis.
Wie alt sind denn die meisten Kinder, die zu Ihnen kommen?
Girardi: Die Kinder sind alle null bis sechs Jahre alt, das heißt, sie sind alle noch nicht in der Schule.
Was machen Sie dann mit den Kindern? Wie gehen sie vor?
Girardi: Zuerst kommen die Familien zu uns, dann führen wir ein Erstgespräch mit ihnen. Dabei versuchen wir die Familie erst mal kennen zu lernen. Danach führen wir eine Diagnostik durch. Das heiß, wir führen ein paar Entwicklungstests mit ihnen durch, doch die Kinder denken wir würden mit ihnen spielen. Wir gucken uns jedoch ganz genau an, wie sie zum Beispiel einen Stift halten oder wie ihre Feinmotorik ist. Aus diesen Tests kann man dann den Entwicklungsstandart festlegen, er wird daraufhin den Familien mitgeteilt und eine mögliche Behandlungsmethode wird ihnen vorgeschlagen.