AFGHANISTAN Seit vielen Jahren flüchten immer wieder Menschen aus dem Land.
Ahmed Bahri Arjumand und Tobias Paaß
Seit Jahrzehnten fliehen Menschen aus Afghanistan. Ursache ist meist der Krieg. Einer von den Flüchtlingen ist Faridoon A.. Der damals Siebzehnjährige lebte mit seiner Familie in der Hauptstadt Kabul.
1982 marschierten die UdSSR in Afghanistan ein, um neues Land zu erobern. Der Sowjetisch-Afghanische Krieg war geboren. Faridoon A. floh mit seiner Familie in einer Woche über dir afghanisch-pakistanische Grenze, um dem grausamen Krieg zu entkommen. Die Nächte verbrachten sie unter freiem Himmel fern ab von zivilisierten Städten und Dörfern in der rauen orientalischen Natur. Nach einem dreiwöchigen Aufenthalt fuhren sie mit dem Zug in den Iran. Ihre Identität konnten sie eineinhalb Jahre nicht preisgeben, denn im Iran wurden Afghanen für „Halsabschneider“ gehalten. Bei Auffliegen der Identität hätten sie keine Chance zu überleben gehabt.
Von jetzt an sollte sein Schicksal es gut mit ihm meinen. Nach knapp zwei Jahren Flucht unter politischem Druck und der dauerhaften Angst aufzufliegen, schien die schwierige Reise durch den mittleren Osten geschafft. Von da aus flogen sie mit dem Flugzeug nach Deutschland. Er ist glücklich dass er die Flucht überlebt hat und erinnert sich ungern an die Zeit. Heute lebt er mit seiner Familie als deutscher Staatsbürger in Solingen und arbeitet als Werkzeugmacher.