COBRA Kunst, Kultur, Musik und Speisen wurden in der Halle angeboten.
Die Klänge afrikanischer Trommeln tönten am Samstag durch den langen Gang in der Cobra, bis hin zum Eingang. „Das ist ein kleines Stück Afrika mitten in Solingen!“, sagt Ulla Manter. Das „kleine Stück Afrika“ wurde mit der Veranstaltung „Africa – the live experience“ in die Halle der Cobra gebracht.
Zwei Workshops mit den Themen afrikanisches Trommeln und Tanz fanden am Mittag statt, abends traten Tanz- und Musikgruppen auf. Die 47-jährige Ulla Manter war vom Trommeln und dem afrikanischen Tanzstil begeistert: „Wenn man dabei nachdenkt, funktioniert es nicht. Man muss einfach mitmachen!“.
Beim Trommel-Workshop saß die Gruppe in einem Kreis, angeleitet wurde der Kurs von Fabakary Jobateh, der den Künstlernamen „Joe“ trägt. Nachdem erste Rhythmen getrommelt wurden, musste die Gruppe auch ein typisch afrikanisches Lied dazu mitsingen. „Der Text handelt von Ehrlichkeit“, erklärt Joe, der aus Gambia stammt. „Das ist ein Thema, das uns sehr wichtig ist“. Die Rhythmen, die von der Gruppe getrommelt wurden, sind keine beliebigen. „Die afrikanische Musik und auch der Tanz wird bei uns von Generation zu Generation weitergegeben“, sagt Joe. Auch Safia Kunze, die gebürtig aus Kenia stammt, half bei den Workshops mit. Seit fast 20 Jahren malt sie Bilder, die verkauft werden und deren Erlös Kindern in Afrika zugute kommt. So brachte sie auch in die Cobra einige der typisch afrikanischen Bilder mit, die dort zum Verkauf ausgestellt wurden.
Was für sie die afrikanische Kultur ausmache, sei vor allem, dass das gemeinsame Singen und Tanzen die Menschen verbinde, sagt Safia Kunze. Oliver Neuhaus kam zusammen mit seinem 9-jährigen Sohn zum Trommelkurs. Für Kinder habe es einen ähnlichen Kurs im Kindergarten seines Sohnes gegeben, diesmal wollte er selbst mitmachen, erzählt Neuhaus.
Nach dem Trommeln ging es für die Gruppe mit dem Tanzen weiter. Amie Jammek gab die Bewegungen und den richtigen Hüftschwung vor, für die Gruppe war das zunächst ungewohnt. Am Abend machten es dann noch einmal die Profis vor: Die Tanzgruppe „Fayoum“ trat auf, außerdem spielten die Gruppen „Semjam“ und „Thiosan“. lk