THEATER Kammerspielchen Gräfrath präsentiert mit Karsten Speck Hitchcocks Spionagethriller.
Von Yvonne Mahnert
Mit feiner Ironie, Slapstick und Seitenhieben auf Personen des öffentlichen Lebens rettete am Samstagabend Karsten Speck alias Richard Hannay im Kammerspielchen Gräfrath die Welt. Im Spionagethriller von Alfred Hitchcock, „Die 39 Stufen“, spielt er einen Mann, der unschuldig in einen Mord verwickelt wird. Dies versucht er zu beweisen, um am Ende – fast ganz nebenbei – den Chef der feindlichen Spionageorganisation zu stellen.
Patrick Barlow, der das Stück bearbeitete, ist Hitchcocks Film treu geblieben und hat den kriminalistischen Elementen noch eine humorvolle Note hinzugefügt. Unter der Regie des Intendanten Ronald F. Stürzebecher haben sich vier Schauspieler in mehr als 100 Rollen eingefunden. So haben Dialekte, ironische Spitzfindigkeiten sowie starke Theatralik beispielsweise Karin Werner und Sigrid Schmidt begeistert: „Die Details sind witzig, das eigenhändig inszenierte Flattern der Mäntel im Wind oder das Knarren der Türen. Die ganze Situationskomik ist super!“, schwärmten beide Frauen. „Das Stück hat sich gut am Film orientiert. Die Handlung ist gleichgeblieben, nur witziger umgesetzt.“In der Tat wurde keine der legendären Szenen ausgelassen: So lachten auch Gabi und Gerd Hankammer etwa über die Fahrt im „Flying Scotsman“ oder die Flucht über die Forth-Bridge. Beide bewunderten die darstellerische Leistung von Speck und die Vielseitigkeit der Schauspieler: „Alle Beteiligten haben es geschafft, dass der Zuschauer leicht in mehrere Räume folgen konnte. Romina Jugel, Harald Hauber und Michael Halbey haben gemeinsam mit Karsten Speck eine dynamische Großleistung gezeigt und uns viel Freude bereitet.“
Das Kammerspielchen hat wegen der starken Nachfrage zwei zusätzliche Vorstellungen angesetzt. Termine sind jetzt der 2., 3., 9. und 10. März, jeweils um 20 Uhr. Karten für für die Zusatzvorstellungen können unter (02 02) 94 69 99 20 bestellt werden.