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20.02.2012 11:48
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Ein „Zickenkrieg“ auf männlich

Von Jutta Schreiber-Lenz

Die „Männerwirtschaft“ der beiden bis dato besten Freunde Oscar und Felix in ihrer Wohngemeinschaft sorgt immer noch für breites Gelächter und heftiges Schmunzeln im Publikum. Seit seiner Uraufführung 1965 ist diese spritzig-witzige Komödie von Neil Simon ein Kassenmagnet – und ältere Zuschauer erinnern sich bestimmt gerne an die legendäre Verfilmung mit Walter Matthau und Jack Lemmon oder an die Kultserie in den Siebzigern mit Tony Randall und Jack Klugman.

Nicht enden wollender Schlussapplaus belohnt das Ensemble

Große Fußstapfen also, in die das Euro-Studio Landgraf um Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister trat. Der nicht enden wollende Schlussapplaus und die prustenden Lacher zwischendurch waren jedoch ein eindeutiger Indikator, wie wunderbar es gelungen ist, diesen Klassiker ins 21. Jahrhundert zu holen.

Nicht nur die Hauptdarsteller überzeugten durch ihr farbiges und temporeiches Auftreten und ihre spürbare Spielfreude. Herrlich: Dietmar Pröll als lästiger Bedenkenträger Vinnie der sonst unbekümmerten Männer-Pokerrunde in Oscars Refugium.

Die Story: Nachdem Felix von seiner Frau die endgültige Kündigung bekommen hat, nimmt er gerne das Angebot seines Freundes Oscar an, zu ihm in dessen große Wohnung zu ziehen, die der seit seiner eigenen Scheidung allein bewohnt. Recht schnell stellt sich aber heraus, dass in dieser Männer-WG zwei völlig konträre Charaktere aufeinanderprallen, die auf Dauer einfach nicht miteinander können: Oscar, ein schlampiger Voll-Chaot, der auch gerne zwischendurch mal eine Frau abschleppt, und Felix, ein aufräumwütiger Haushalts-Perfektionist mit strengen Moral-Vorstellungen.

So entbrennen zickige Streitereien, die jeden vorstellbaren Ehekrach toppen. Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink lieferten sich knappe zwei Stunden lang witzige verbale Wortgefechte, eingebettet in reichlich Situationskomik und eine pfiffige Bühnenbildregie.