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17.02.2011 11:21
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Ein Tag im integrativen Kindergarten

Von Lucy Saueressig , Nadja Tschöp und Jana Schattling, 8a, Humboldtgymnasium

Es ist normal verschieden zu sein - Behinderte können viele Sachen genauso gut, so Beate Belz, Leiterin des Kindergartens. Am 2. Dezember 2010 machten wir uns auf den Weg um einen Tag im Waldorfkindergarten Alegria zu verbringen. Im Kindergarten angekommen, begrüßten uns alle herzlich. Einer der integrativen Kinder zeigte uns seinen Gruppenraum und erklärte uns Einiges.

Anschließend begannen die Kinder uns sofort mit in ihr Spiel einzubeziehen. Nach kurzer Zeit kam eine weitere Erzieherin hinzu und nahm zwei Kinder, ein Integratives und ein „Normales“, mit zum Turnen . Dort lernten sie durch verschiedene Übungen, ihren Körper zu beherrschen. Währenddessen bereiteten drei der Erzieherinnen das gemeinsame Frühstück aus Brot und Rohkost zu.

Vor dem Essen wurde ein Gebet gesprochen und ein ausgewähltes Kind durfte eine Kerze anzünden. Um die Sitzordnung musste nicht gestritten werden, da jedes Kind einen festen Stammplatz hat, der von der Erzieherin ausgesucht wurde, damit die Kinder gut miteinander kooperieren. Danach versammelten wir uns im Morgenkreis. Einige Lieder wurden gesungen und bereits bekannte Spiele durchgeführt.

Es ist wichtig, dass die Kinder eine feste Struktur des Tagesablaufes kennen, an der sie sich orientieren können, da es manche von ihnen überfordert, wenn sie so viele neue Eindrücke auf einmal erleben. Nach dem Frühstück und dem Morgenkreis wuschen sich die Kinder die Hände und putzten sich die Zähne. Anschließend bastelten wir mit den Kindern Weihnachtsdekorationen. Hierbei ist es wichtig, dass die „normalen“, sowie die behinderten Kinder gleich gut mit dem Bastelmaterial zurecht kamen.

Um kurz vor 11 Uhr machten wir mit den Kindern einen Ausflug in den Wald. Hierbei hatten die Kinder großen Spaß und rutschten die mit Schnee bedeckten Hänge herunter. Ein Kind mit Down-Syndrom schaffte es nicht einen vereisten Abhang hoch zugehen, rutschte ab und fing an zu weinen. Daraufhin wollte es auf den Arm. „Ihr müsst die Kinder sich selbst überlassen und das Gegenteil von dem tun, was ihr eigentlich machen würdet, zum Beispiel auf den Arm nehmen, denn nur so erleben die Kinder Erfolge und ihr Selbstvertrauen wird gestärkt“, so Beate Belz.

Nachdem das Mädchen es geschafft hatte, den Hang herauf zu klettern, war ihr ihr Stolz ins Gesicht geschrieben. Nach der Rückkehr in den Kindergarten (gegen 12.30 Uhr) wurden die meisten Kinder wieder abgeholt. Die Übrigen blieben bis zum Mittagessen und ruhten sich im Gymnastik-Saal aus. Als alle Kinder versorgt waren, durften wir noch ein kurzes Interview mit Beate Belz führen. „Ich hoffe, ihr kommt nochmal wieder, vielleicht ja zum Sommerfest!“ , sagte eines der integrativen Kinder.