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17.02.2011 11:20
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Die Zeit vor und nach der Rettung für Yonni Barrio

Von Marouan Talbi, 10b, Geschwister-Scholl-Schule

Yonni Barrios, einer der verschütteten Bergarbeiter, hat es vielleicht gar nicht so eilig mit der Rettung. Sein größtes Problem ist nicht die Enge unter Tage, sondern befindet sich 700 Meter weiter oben.

Auf den 50-Jährigen warten gleich zwei Frauen, die beide von sich behaupten, mit dem Verschütteten verheiratet zu sein. Wochenlang haben sich Ehefrau Marta - seit 28 Jahren verheiratet -und die Geliebte Susana - seit vier Jahren zusammen - öffentlich darum gezankt, wer denn nun die wahre Frau an der Seite des in der chilenischen Mine San Jose verschütteten Bergmanns ist.

Beide hatten vor der Grube ausgeharrt, zu Martas großem Erstaunen hatte noch eine Frau ein Bild ihres Mannes Yonni in der Hand.

Beide wussten nichts von einander, lernten sich erst an der Unglücksstelle kennen. Seine Ehefrau ist schockiert, will aber um Yonni kämpfen. „Er ist mein Ehemann. Die andere Frau hat keine Ansprüche.” Das sieht Susana natürlich ganz anders. „Yonni liebt mich.” Die Reporter rochen sofort den Braten und konnten sich auch erklären, wieso Yonni in seinen Videobotschaften immer in der Mehrzahl grüsste: „Ich möchte euch sagen, dass es mir gut geht und dass ich euch sehr vermisse”, sagte er jeweils.

Mit Spannung wurde deshalb erwartet, wen Yonni denn nun vor den Kameras der Welt in die Arme schließen würde. Nachdem Yonni die Erdoberfläche mit der Rettungskapsel erreichte, wartete nur eine der Frauen auf ihn: Susana seine Geliebte, ebenfalls 50 Jahre alt.

Kühl umarmte er seine Geliebte. Ein Kuss, ein hastiges Lächeln für die Kameras. Obwohl der Rosenkrieg nun um die ganze Welt geht, scheint Yonni beide zu lieben. Da Yonni sich nicht entscheiden kann zwischen beiden Frauen, will seine Frau nun die Scheidung.