EISLAUFEN Im schlimmsten Fall ist es bald vorbei mit dem Spaß.
Von Jalil Diallo, 8a, Gymnasium Schwertstraße
Für die Eishalle besteht Gefahr, geschlossen zu werden. Seitdem die Stadt Solingen ihr Sparpaket beschlossen hat, könnten auch die Bezüge für die von der Lebenshilfe verwalteten Eishalle gekürzt werden.
Da die Stadt pleite geht, müssen über 43 Millionen Euro gespart werden. Das betrifft zum Beispiel die Schließung des Stadions vom Fußballverein Union Solingen oder des beliebten Schwimmbads am Vogelsang. Zudem könnten unter anderem auch die Zuschüsse für die Eissporthalle von 120 000 Euro um die Hälfte, auf 60 000 Euro schrumpfen.
Laut dem zuständigen Geschäftsführer Josef Neumann würde dies bedeuten, dass die Eissporthalle unter diesen Umständen kaum noch tragbar wäre. Auch eine mögliche Übernahme durch die Lebenshilfe, welche im Jahr 2004 bereits angestrebt wurde, müsste demnach noch überprüft werden.
Erste Konsequenz wäre eine Erhöhung der Ticketpreise, was bei den hauptsächlich jungen Besuchern sehr wahrscheinlich auf großen Widerstand stoßen würde. Denn für viele Jugendliche sind Veranstaltungen, wie die Eisdisco eine gute Freizeitaktivität und gerade die erschwinglichen Ticketpreise tragen dazu bei, dass man sich nie um mangelnde Besucherzahlen sorgen muss. Folglich verlieren die Jugendlichen somit einen Treffpunkt, was auch bewirken könnte, dass einige kriminell werden oder sogar beginnen, Drogen zu nehmen.
Auch die Stadt Solingen, die die Schließung ja über Umwege bewirkt, hätte mit Einbußen zu rechnen. Die Attraktivität der Stadt würde für Besucher von außerhalb aufgrund von weniger Freizeitmöglichkeiten deutlich fallen und die Stadt hätte sicherlich mit weiteren finanziellen Problemen zu rechnen. In der momentanen Lage ist das natürlich nicht zu verantworten, da man die Stadt schließlich vor dem Bankrott bewahren möchte.
Des weiteren würden die Vereine dann höhere Gebühren bezahlen müssen. Dies sorgt für einen Mitgliederverlust und mit weniger Mitgliedern ist es schwierig, den Erfolg zu halten, was viele Fans verärgern würde. Außerdem müsste man auf weiter entfernte Stadien, wie beispielsweise in Remscheid oder Wuppertal zurückgreifen. Diese Nachteile lösen eine weitreichende Kettenreaktion aus. Eine Lösung ist jedoch noch nicht gefunden.