Snippets
Snippets
30.04.2012 10:48
Drucken Vorlesen Senden
Bergisches Chorfest begeistert das Publikum

Von Jutta Schreiber-Lenz

Für die französischen Gäste wurde eine Ausnahme gemacht: Die Sänger aus St. Etienne durften den herzlichen Applaus des Publikums mit einer Zugabe belohnen. Bei den „heimischen“ Chören hatte der Organisator und Vorsitzende der Kreis-Sängervereinigung, Andreas Imgrund, darauf bestanden, nur das angemeldete Repertoire zu singen; verständlich, schließlich sollte der Chor-Abend ja nicht zu einer Chor-Nacht ausarten. Andererseits trotzdem ein bisschen schade, denn den einen oder anderen Gesangs-Auftritt hätte man als Zuhörer gerne noch verlängert.

ZWEIJAHRES-TURNUS

AUSRICHTER Das Bergische Chorfest e. V. tragen sieben Sängerkreise des Bergischen Landes: Niederberg (Mettmann), Solingen, Wuppertal, Rhein-Wupper (Leverkusen), Bergisch-Land (Remscheid), Rhein-Berg (Bergisch Gladbach) und Oberberg (Gummersbach). Vorsitzender ist Gus Anton (seit 1993). Chorfeste werden im Wechsel im Zwei-Jahres-Turnus ausgerichtet.

Locker und humorvoll von Claudia Rübben-Laux moderiert, stellten sich fünf bergische Chöre und der aus St. Etienne ihrem Publikum vor, das im – leicht verkleinerten – Konzertsaal jeden Stuhl belegte. Die Zuhörer konnten sich am Samstag an einer bunten Musik-Palette erfreuen. Angefangen bei klassischem Chor-Liedgut wie Schubert- oder Schumann-Liedern ging es über Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und rhythmisch aufgepeppte Volkslieder bis hin zur Moderne mit „Somewhere over the Rainbow“, „What a Wonderful World“ oder Medleys der Musicals „The Sound of Music“ und „Phantom of the Opera“.

Stimmstarke Klangkörper
und pfiffige Arrangements

Der Frühling stand häufig im Fokus des Gesangs, mehrfach gekoppelt mit dem Kuckuck, der bei den „Kottern“ sogar auf einer Stange in den Saal blickte. Männerchöre haben diesen ganz speziellen warmen und unnachahmlich dunklen Sound, der ins Herz geht. Am Samstagabend gab‘s direkt drei zu hören, die durch stimmstarke Klangkörper beeindruckten: die „Kotter“, geleitet von Willy Winkler, die „Wupperhofer“, dirigiert von Thomas Schlerka, und „Les Amis Réunis“ unter Frederic Grolet.

Renate Schlomski bot mit ihrem gemischten Vokal-Ensemble „Pro Musica Ronsdorf“ pfiffige Arrangements bekannter Lieder, wie einen swingenden Kuckuck, der aus dem Wald ruft. Der „Frauenchor Klingenstadt Solingen“, eine „Tochter“ der Wupperhofer, die seit 1990 besteht, imponierte gleichfalls mit einem originellen Repertoire. Auch sie singen unter der Leitung von Thomas Schlerka. Das Ensemble „Ton-Art“ der Musik-Akademie Bergisch-Land bildete das Finale mit einem strahlend anbetenden „Alleluja“ und einem umfangreichen Querschnitt der Phantom-Musik. Es gab begeisterten Beifall für einen unterhaltsamen, beeindruckenden Abend.