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13.04.2012 09:14
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Kommentar: Vorsorge treffen

VON STEFAN M. KOB

Der Fall erinnert ein bisschen an die Diskussion um die gemeinsame Feuerwehrleitstelle: Natürlich wäre es wünschenswert, dass jede Stadt ihre eigene Telefonzentrale mit Mitarbeitern besetzen könnte, die dann – im Katastrophenfall – mit Orts- und Sachkenntnis zu einem Krisenstab umgebildet werden kann. Doch in Zeiten der finanziellen Katastrophe muss man sich fragen, ob wünschenswert auch notwendig ist. Angesichts eines sechsstelligen Betrags, der durch das bergische Callcenter eingespart wird, eine absolut berechtigte Frage. Aber genauso, wie man das Problem fehlender Ortskenntnis bei der Feuerwehr offensiv angegangen ist, müssen sich die Verantwortlichen in den Städten eben Gedanken machen, wie bei einem großen Schadensereignis die Information der Bevölkerung via Telefon sichergestellt werden kann. Das kann durch technische und organisatorische Maßnahmen geschehen. Gut, wenn sich die Stadt hierzu Gedanken macht, bevor der Fall eintritt.

stefan.kob@solinger-tageblatt.de