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17.02.2012 10:29
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Keine falschen Schlüsse

Dass die Anmeldezahlen an den drei Solinger Gesamtschulen wieder weit höher liegen als die Zahl der verfügbaren Plätze, ist keine neue Nachricht. Es ist einerseits ein Beleg für die erfolgreiche Arbeit, die an diesen Schulen geleistet wird, andererseits aber auch eine Enttäuschung für all die Familien, deren Kinder keinen Platz in der gewünschten Schule bekommen. Einen Effekt sollten die aktuellen Anmeldezahlen allerdings nicht auslösen: den reflexartigen Schrei nach einer vierten Gesamtschule. Vielmehr muss die gesamte Bildungslandschaft Solingens überprüft werden. Welche Möglichkeiten bietet eine Sekundarschule, etwa in Kooperation mit einem Berufskolleg für die Oberstufe? Welche langfristigen Auswirkungen hat die Tatsache, dass zwei Hauptschulen (Ohligs und Krahenhöhe) keine Eingangsklassen mehr bilden? Und welche Angebote, etwa auch im Hinblick auf den viel gewünschten Ganztag, bieten auch Realschulen und Gymnasien? Auf all diese Fragen müssen gemeinsam Antworten gefunden werden.

simone.theyssen-speich@solinger-tageblatt.de