PROTEST GEGEN PRO NRW „Nicht schweigen zu rassistischen Parolen.“
Der Evangelische Kirchenkreis beteiligt sich am Solinger Bündnis „Bunt statt Braun“. Das hat der Kreis-Synodalvorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen. „Bunt statt Braun“ wendet sich gegen eine Kundgebung, die von der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro NRW am 1. Mai in Solingen geplant ist (siehe Seite 15). Superintendent Klaus Riesenbeck kritisiert die „rassistischen und fremdenfeindlichen Parolen“, auf die Pro NRW im Landtagswahlkampf baue. „Dazu wollen wir als Christen nicht schweigen.“ Das zeige: „Menschenverachtende Propaganda wird in unserer Stadt nicht widerspruchslos hingenommen.“ Die Evangelische Kirche habe gelernt, Vorbehalte abzulegen, und engagiere sich deshalb seit langem bei Aktivitäten wie dem Christlich-Islamischen Gesprächskreis. Entschieden wehrt sich Riesenbeck gegen den von Pro NRW beabsichtigten Eindruck, die Bewegung stehe an der Seite der Christen. „Die Verwendung des christlichen Namens im Rahmen dieser Propaganda ist ein Missbrauch, den wir nicht unwidersprochen durchgehen lassen.“ Laut Riesenbeck werden in Solingen auch Gespräche mit anderen christlichen Kirchen geführt, um sich über gemeinsame Aktionen gegen die Kundgebung von Pro NRW abzustimmen. kra